Donnerstag, 28. Dezember 2006

Der letzte Moment

Der letzte Donnerstag im Jahr, die letzte Momentaufnahme; Es geht um den letzten Moment.

Gibt es schöne und unschöne Arten zu sterben? Ein schönes Grab mit Aussicht? (für dies würden Männer laut einer Studie deutlich mehr bezahlen als für ein Normales, und auch deutlich mehr als Frauen...) Grosse Zeremonie? Oder ist dies eh alles unwichtig?

Beethoven: Mein Grab? Das ist mir wirklich egal. Wenn ich gegangen bin, dann bin ich gegangen. Und ich werde auch auf niemanden hinabschauen. Ich werde meine Zeit auf Erden gehabt haben. Ob Kreuz oder Stein, soll sein was sein wird. Wie? Ich glaube an einen freien Fall und eine harte Landung.


Descartes: kein grab oder andenken. einfach nur die erinnerung in den köpfen der menschen. sterben möchte ich in der umarmung der geliebten natur. auf einem abendlichen spaziergang in begleitung des abendrots. im einen augenblick noch am leben, im anderen schon ein lebloser körper inmitten der bäume...

Mare: wo, wenn überhaupt, mein grab sein soll, ist ziemlich irrelevant.schliesslich wird es mich kaum mehr interessieren. was ich mich hingegen frage, ist, wer mein grab besuchen käme, und was sie zu erzählen hätten. würden sie weinen, schweigen, lächeln, beichten? und was würde sie an mich erinnern.
das sterben ist eher beängstigend. trotzdem wünsche ich mir, angstlos und in friede sterben zu können. wie ich geboren wurde eben

Ferdinand Gerhard: Mein Grab wäre mein Baum auf der Egg, von dort aus sieht man so schön in die Alpen. In diesen Alpen sollte meine Asche verstreut werden...doch zuerst gilt es noch viel zu tun, alt und weise zu werden. Sollte dies alles unwahrscheinlicherweise geschehen sein, dann würde ich wie jener französische Philosoph einfach ins offene Meer hinausschwimmen...

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