Freitag, 27. Februar 2009
1042 Stunden in Côte d'Ivoire
Samstag, 7. Februar 2009
Mittwoch, 4. Februar 2009
je suis touriste I
Samstag, 31. Januar 2009
je suis ivorien II
Stellen sie sich vor, dass sie sich im Ministère de la peche herumtreiben. Sie suchen da also eine für Statistiken verantwortliche Person und fragen in irgendeinem Büro bei irgendeinem Herrn. Ganz bestimmt wird dieser sie bitten sich hinzusetzen, auf seinem Block (vorzugsweise A5) ihren Namen, ihr Projekt und was man sonst noch so fragen kann notieren, um Ihnen kurz darauf mitzuteilen, dass er da nichts wisse. (Die Blockindustrie hier muss florieren, denn dies geschieht häufig, ja eigentlich immer). Die logische Folgerung für Integrationswillige, einen Block kaufen und immer sofort den Namen notieren (nur leider verstehe ich den selten bis nie).
Mittwoch, 21. Januar 2009
je suis ivorien
Sonntag, 18. Januar 2009
72 heures dans la côte d'ivoire
Auch Hier: -WoroWoro, -Baka, -eine Stadt im Chaos, -Müll, überall, -Strassen gesperrt nach Mitternacht, -überall Militär, -der Krieg ist noch da, -Schmiergelder -auf der Suche nach der Afrika Hüfte in Jopougon, -Flag, -Atzeke, -le vendredi a abidjan, c'est le jour de marriage, -wo darf man nicht alleine hin?
Freitag, 5. Dezember 2008
Bruxelles III – L'auberge espagnole
Mit grossen Schritten neigt sich meine Zeit hier ihrem Ende zu. Es waren drei kurze Monate seit Mitte September, vollgepackt mit einer Fülle an Neueindrücken, Erlebnissen, Bekanntschaften und interessanten, unverhofften, immer jedoch lehrreichen Momenten. Ich hab Brüssel als neues Zuhause schätzen gelernt, hab einiges über Europa und seine Bewohner, über seine Besonderheiten und seine Vielfältigkeit, über Verbindendes genauso wie über Trennendes erfahren und miterleben dürfen. Erasmus… diese mit vielen teils richtigen, teils komplett verkehrten Vorurteilen behaftete Erfahrung hat mir neue Wege aufgezeigt, mich zum Denken angeregt, mich wiederum stärker verändert und geprägt, als ich dies zuvor erwartet hätte. Ich geniesse diese letzten Tage hier vor Weihnachten, im Wissen auch, dass die im Januar anstehenden Prüfungen weitere aufregenden Tage oder Nächte wohl kaum zulassen werden. Und irgendwie werde ich doch auch einiges vermissen, zuhause in der schönen, sauberen, kleinen Schweiz, wo viel Schönes auf mich wartet, unter anderem aber auch die etwas farblose alltägliche Normalität, mit der man sich hier weniger konfrontiert sieht. Die Abende, an denen wir zu fünft, zu sechst in eine der kleinen Bars Brüssels gehen, ein, zwei der grandiosen belgischen Biere trinken, auf Französisch über Dies und Jenes reden, uns trotz noch nicht ganz ausgereifter (und doch immer besser werdender) Sprachkenntnisse verstehen, einiges über Spanien, Italien, Deutschland, Korea oder Litauen erfahren, uns damit immer auch selbst begegnen und ganz in diesem speziellen Moment versinken, wohl etwas jugendlich naiv, träumerisch, hoffnungsvoll und voller Tatendrang. Und jeder trägt seine spezielle Geschichte mit sich, scheint offen, diese zu teilen, die Distanz zum Daheim schafft Freiräume für vieles, was Zuhause ungesagt bliebe. Offenheit - das war wohl mein grösster Lehrplätz hier. Die Fähigkeit, auf Leute zuzugehen, die Einsicht, dass die anfängliche Diskussion ums belgische Sauwetter nichts Schlechtes an sich hat. Die Suche nach Einsichten jenseits der Norm wird so etwas relativiert, das Normale, Bürgerliche verliert (teilweise) sein Schreckgewand.So komm ich also mit einem Rucksack voller neuer Eindrücke, Bekanntschaften und einiger neuer Französischvokabeln zurück (am 18.12) und werde dann bald schon ein zweites Mal losziehen, in die andere Richtung. A rolling stone gathers no moss.
L’auberge espagnol ist einerseits ein französischer Film, der über das Leben eines Erasmusstudenten in Barcelona berichtet, andererseits eine franz. Redewendung, die wie folgt definiert wird: lieu où l'on doit amener ce dont on aura besoin.
Samstag, 15. November 2008
Bruxelles II – Mein Samstag
Rituale sind die Stützräder einer funktionierenden Alltäglichkeit. Und Rituale sind wohl, so wage ich zu behaupten, gar die Garantie unsres Überlebens, kleine, identitätsstiftende Leitplanken und Wegweiser, die uns davor behüten, uns im Chaos des Nichts zu verlieren, aufzulösen.Nun ja, diese einführenden Worte waren vielleicht etwas gar zu esoterisch-tiefenpsychologisch, um euch in mein relativ simples, aber mir wichtiges Samstagsritual in Brüssel einzuführen. Tant pis. Jedenfalls hat der Samstag also, wie übrigens auch in der Schweiz, eine besondere Bedeutung für mich hier in Belgien. Und er wird geprägt durch ein kleines, vielleicht typisch urbürgerliches Ritual, das diesem ersten Wochenendtag einen Rahmen gibt, den ich schätzen gelernt habe.
So steh ich also auf, vielleicht gegen zehn, elf Uhr und mach mir mein Frühstück, das meist aus den billigsten und daher nicht sonderlich schmackhaften Carrefour-Müsliflocken besteht. Hierbei hab ich mich stets äusserst ruhig zu verhalten, da mein Mitbewohner Joan, durchwegs ein Nachtgewächs, noch schläft und nicht den Anschein macht, als ob er vor 14 Uhr aufzustehen gedenke. Also bleib ich nicht allzu lange sitzen, hol Jacke und Schal und mach mich mit Nils‘ Drahtesel auf den Weg zu meinem Kiosk, der sich nördlich der Uni befindet und von einem gemütlichen, älteren Herrn mit Brille, Schnauz und Bierbauch betrieben wird. Hier gibt’s – was keine Selbstverständlichkeit ist etwas abseits des Stadtzentrums – die NZZ. Internationale Ausgabe, 2 Euro 40. Meist kauf ich mir zusätzlich noch ein Heftli oder eine Wochenzeitung (heute das „Jeune Afrique“) auf Französisch, stets mit den besten Vorsätzen, die ganzen Artikel aufmerksam zu lesen, Nicht-Verstandenes nachzuschlagen und sowieso: Gas zu geben, diese Sprache immer besser zu lernen. Meist bleibt es denn aber auch bei den guten Vorsätzen, einerseits, weil ich von der Qualität dieser Magazine mehrheitlich ziemlich enttäuscht werde, andererseits, weil ich meinem inneren Wesen nach gerade übers Wochenende nicht immer den Weg des grössten Widerstands suche und mir die französische Lektüre denn auch noch immer nicht so leicht gelingt, wie ich mir das wünschen würde.
Also mach ich mich mit der NZZ unter dem Arm auf zum Place Flagey, der im Herzen des Ixelles-Quartiers liegt und als Zentrum der alternativen Kultur Brüssels gilt. Hier gibt’s eine Menge kleiner, sympathischer Cafés, wovon ich mir eines aussuche, mich an einen grossen Tisch setze, einen Kaffee (hier ohne Milch, das scheints in Belgien so nicht zu geben) bestelle und mich, angefangen mit dem samstäglichen Hauptkommentar auf Seite 1, in die Lektüre stürze. Ich mag die NZZ, das alte Mütterchen. Am liebsten sind mir der erste Teil – „International“ – und der letzte – das „Feuilleton“ mit der samstäglichen Beilage „Literatur und Kunst“. Ich lese lange und intensiv, lasse kaum einen Artikel aus und erfreue mich der unprätentiösen Sachlichkeit der NZZ, die ich andernorts meist vermisse. Nach dem zweiten Kaffee und der abschliessenden Lektüre des Sportteils mach ich mich schliesslich auf Richtung Mittagessen. Hierfür gibt’s auf dem Flagey an sich nur eine in Erwägung zu ziehende Option: Pommes – des frites. Es seien, so haben mir alle mir bekannten Belgier hier versichert, die besten Frites der Stadt und damit die besten Frites… der Welt. Schliesslich haben die Belgier diesen berühmten Kartoffelsnack erfunden und sind ganz offensichtlich und zu Recht stolz darauf. Die Besten der Besten – auch hierüber liess ich mich gehörig belehren - gibt’s wiederum beim Frittenstand gleich nahe des Teiches, vor dem immer eine Menge Leute warten (Bild). Dieser „Demirov Brüssels“ macht, so glaube ich, ein Bombengeschäft. Ich jedenfalls steh jeweils auch geduldig an und bestell mir ein Cornet des Frites mit Ketchup für 2 Euro 50. Es schmeckt. Alle paar Wochen findet nebstdem ein Flohmarkt in der Umgebung statt, über den ich sodann gemütlich schlendere und auf dem ich immerhin schon mein Nachttischlämpchen für einen Euro erwerben konnte. Am frühen Nachmittag schliesslich gehts nach Hause, wo Joan grad aufgestanden ist. Ich sitze sodann in unsrem Zimmer, sehe nach draussen und erfreue mich des freien Nachmittags und der Möglichkeiten, die da vor mir liegen. Ich mag den Samstag, ich mag dieses Ritual und ich mag dies kleine Fenster in die Schweiz und von da zurück in die Welt.
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Angekommen im Herzen des neuen Europas
Bruxelles I – Die ULB
Die Universität als prioritärer Beweggrund meiner Reise nach Brüssel sowie gleichsam auch als Mittelpunkt meines Aufenthalts steht am Anfang meiner Beschreibung dieser Stadt.
„Sweet student life“, bemerke ich jeweils gegenüber meinem spanischen Zimmergenossen Joan, wenn dieser an einem Mittwochmorgen wieder einmal gegen Mittag aufsteht. Die Tatsache jedoch, dass auch ich um diese Zeit noch Zuhause verweile, zeigt auf, wie sehr diese Beschreibung ebenso auf meinen bisherigen Studentenalltag in Brüssel zutrifft. Die akademische Uhr scheint hier etwas langsamer als in der Schweiz zu ticken, die Uni-Zeit scheint mehr Lebensphase als Talentschmiede und Karrieresprungbrett zu sein, die Ansprüche sind etwas tiefer.
Dieser Gang der Dinge klingt zwar verlockend und vermochte auch mich in den ersten Wochen zu begeistern, birgt jedoch durchaus auch gewisse Gefahren und vermag meinen Lernhunger – meinem gemütlich-müssigen Naturell zum Trotz – kaum einmal zu sättigen.
Überrascht wurde ich auch von der lebhaften, freien und ausgelassenen Atmosphäre auf dem Campus du Solbosch, meinem universitären Zuhause. Hier ist Leben, Gelassenheit, es wird gefeiert, getrunken; nicht viel erinnert auf den ersten Blick an das Wissen und die Vorgänge hinter den Mauern der meist rennovationsbedürftigen Gebäude. Dem gewohnt seriösen und sachlichen Anstrich der Schweizer Universitäten tritt hier ein eigentlich recht roher Drang nach Leben, nach einem letzten Auskosten der jugendlichen Freiheit entgegen. Die studentischen Verbindungen, die sich hier noch immer einem ungleich höheren Zuspruch erfreuen als in der Schweiz, sind die beispielhaftesten Vertreter dieser speziellen, unterhaltsamen aber teilweise auch recht ermüdenden und fragwürdigen Geschehnisse und Aktivitäten der (vorwiegend jüngeren) Studenten.
Die Université Libre de Bruxelles unterrichtet 20 000 Studenten und hat 5000 Angestellte. Sie verfügt über drei Standorte innerhalb der Stadt und liegt im Shanghai Ranking 2007, das die Forschungsarbeit der grösseren Lehranstalten weltweit vergleicht, gleichauf mit der Uni Genf auf einem Platz zwischen 100 – 150. Die interessante Geschichte der Lehranstalt ist gleichsam eng mit jener Belgiens verbunden und erzählt so unter anderem von der konfliktiven Aufspaltung der vormals zweisprachigen Universität in autonome flämische und frankophone Teile.
Von der klösterlichen Atmosphäre des Uni Zürich-Zentrums reichlich verwöhnt, wunderte ich mich anfangs über den fast durchwegs schlechten Zustand der universitären Infrastruktur. In einer ehemaligen Fabrik eingerichtet hinterlässt der gesamte Campus du Solbosch einen etwas anrüchigen Eindruck, zudem gehören technische Pannen (Mikrofon, Beamer, nicht-funktionierende Heizungen) auch während der Vorlesungen scheinbar zum etwas chaotischen Unialltag. Nichts desto trotz trägt gerade auch dieses verruchte, scheinbar un-universitäre Umfeld zur lebhaften, alternativ-freudigen Atmosphäre auf dem Campus bei – was durchaus sein Gutes hat.
Dem Anstrich und Gewand nach ist also vieles anders hier. Im Herzen sind sich letztlich wohl aber alle Universitäten ähnlich. Während ich mich noch heute fast täglich über die hiesige Lernmethodik ärgere (dazu an dieser Stelle zu einem anderen Zeitpunkt mehr) und in vielen administrativen Umwegen viel Unsinniges erkenne, bin ich doch gleichermassen begeistert von den Möglichkeiten, die einem dieses Bildungsinstitut aufzuzeigen vermag, von der akademischen Tiefe und Sorgfältigkeit, mit denen ein Problem angegangen wird, von den vielen gescheiten Lehrenden und Forschenden, die auf der Suche nach einem nächsten und übernächsten Schritt nach Vorne ihr Leben der Wissenschaft widmen. Als Bachelor-Student bleiben einem nichts desto trotz viele verheissungsvolle Türen verschlossen, da einem der Zugang zu sämtlichen Masterkursen verwehrt bleibt. Dies ist für mich gerade deshalb recht enttäuschend, weil das belgische Bachelor-System dem schweizerischen bezüglich sachlicher Tiefe und intellektueller Anforderung um drei, vier Meter hinterherhinkt. Die interessantesten Kurse des Europainstituts und des Entwicklungspolitik-Masters finden für mich so hinter verschlossenen Türen statt.
Soweit meine ersten Eindrücke dieser belgischen, universitären Welt. Bleibt zum Schluss nur zu vermerken, dass diese leichte Enttäuschung über Qualität und Niveau der Kurse ein durchaus schweizerisches Phänomen zu sein scheinen. Während sich die grosse Mehrheit der Erasmus-Studierenden sehr zufrieden zeigt, haben mir zwei Mitstudenten ähnliche Zweifel kundgetan – zwei Schweizer… Die Moral dieser Erkenntnis? Der Denkplatz Schweiz (siehe heutige NZZ) scheint kein schlechtes Zuhause zu sein.
Donnerstag, 26. Juni 2008
Weisst du noch...?

Manchmal schaue ich mir all die Bilder an. Doch sie schweigen. Und niemand sitzt neben mir, zeigt darauf und sagt: „Weißt du noch..?“.
Es gibt auch nur sehr wenige Menschen zerstreut auf dem Erdenball, die dies sagen könnten. Denn nur selten bin ich mit jemandem einige Tage den gleichen Weg gegangen. Und nur mit einem hat es sich tatsächlich gelohnt.
Nach langer Weigerung habe ich nun seit 2 Wochen auch so ein Seelenstrip-Acount auf Facebook. Warum bin ich nicht früher darauf gekommen? Einfach Name eingeben und schon findet man verschollene Bekanntschaften überall auf der Welt. (Sofern man sich an deren Namen erinnern kann.) So habe ich denn auch Tomer Laban wiedergefunden. Zwei Wochen sind wir damals zusammen durch Bolivien geirrt, staunend, redend, schweigend, verstehend…teilend. Es war vielleicht die beste Zeit überhaupt. Und seine Mail-Adresse war wohl das Wertvollste, das mir mit meinem gestohlenen Gepäck abhanden gekommen ist. Ein Freund für immer verschollen.
Aber wie gesagt, es gibt Facebook. Und so kam es, dass wir uns nach über einem Jahr endlich wieder getroffen haben, wenn auch nur im virtuellen Live-Messenger-Fenster. Aber es reicht für das ersehnte „Weißt du noch…?“
Weißt du noch wie wir in Sucre den ganzen Tag in den Palmen der Plaza nach Faultieren gesucht haben, nur weil du irgendwo gehört hast, es gäbe welche, und du nicht weg wolltest, bis du eines gesehen hast?
… und wie wir mit Händen und Füssen den Einheimischen mitteilen wollten, welches Tier wir suchen, bis wir uns aufgrund der erfolglosen recht absurden Nachahmungsversuche nur noch lachend auf dem Boden wälzten..?
… und wie wir Faultier-besessen, mit einer Flasche Whisky, die halbe Nacht auf der Parkbank verbrachten..?
Und weißt du noch, als wir unser Hostel nicht mehr wiederfanden und jeder den wir fragten immer sagte „dos cuadras, dos cuadras“ (2 Blocks weiter), bis wir merkten dass gar niemand eine Ahnung hatte und sie uns vergnügt nur ständig im Kreis herumirren liessen…
Weißt du noch, damals diese 3 verrückten Tage mit dem Zelt im Dschungel, mit diesem selbsternannten „Guide“ Juan, der den ganzen Tag high war und uns planlos irgendwo ins nirgendwo führte bis uns das Essen ausging und wir Piranias fischten…?
Und als ich dann krank wurde und kaum noch stehen konnte und du mich stundenlang durch den Regenwald geschleppt hast?
Weißt du noch, all die Zecken danach, die wir uns gegenseitig entfernt haben!
Weißt du noch, auf dem Hexenmarkt, die Zauberpülverchen und die magischen Lama-Embryos.. und der Trip in diese abscheuliche Silbermine?
Weißt du noch, all die schlaflosen Nächte, weil wir uns so unendlich viel zu sagen hatten.
Und weißt du noch, all die Busfahrten, wie wir schwebend zwischen Traum und Wirklichkeit aus dem Fenster starrten, ergriffen vom Anblick der unfassbaren Schönheit, stundenlang schweigend, aber Welten von Gedanken austauschend, Hand in Hand, das Gesehene teilend mit der tiefen Gewissheit, dass sich unsere Wege wieder kreuzen werden um „Weißt du noch..“ zu sagen...
Samstag, 12. April 2008
In Nizza gibt es:
Dienstag, 18. September 2007
Vor zwei Jahren...
Still lag der kleine künstliche See vor mir. Inmitten einer scheinbar unkontrolliert um sich greifenden Ansammlung grosser und noch grösserer Gebäude schien dieser Park als kleine Oase in einer unbegreiflichen Wüste des Gleichzeitigen Fort- und Rückschrittes.Im See waren Familien auf kleinen tierähnlichen Bötchen unterwegs, an den Ufern wurde gespielt, Musik und chinesisches Schach, Fischer säumten die Promenade, zogen Fisch um Fisch, viel mehr, als man angesichts der Grösse und Lage des Gewässers erwarten konnte.
Ich, bärtiger Begutachter der umtriebigen Szenerie, verstand wenig und oft noch weniger im Versuch, tatsächlich zu verstehen. Der Menschen unentwegte Blicke bereits gewöhnt war ich alleine, ohne je allein zu sein.
Am Ende des Sees streckt mir ein junger, sympathischer Fischer seine Rute entgegen. Ich versuche mich am ungleichen Kampf mit dem Fisch, den die mich umgebenden stets erfolgreich zu bewältigen scheinen, bleibe fünf, vielleicht zehn Minuten sitzen, verstehe nicht, was mein Lehrer mir zu beschreiben versucht. Man lächelt über mich, mit mir, ich mit ihnen. Da beisst ein Fisch. Die Rute tanzt unruhig überm Wasser, ihr Besitzer redet schneller und entschlossener auf mich ein, ich ziehe, ohne zu verstehen, lasse ab im Glaube, das Falsche zu tun, schwenke die Rute. Der Fisch ist verloren, hat sich ein letztes Mal wohl retten können. Der Chinese lächelt weiter, die nachsichtige Gütigkeit ist ihm in Anbetracht des Verlustes jedoch vom Gesicht gewichen.
Die Parkanlage liegt in Taiyuan, Hauptstadt der Provinz Shanxi westlich von Beijing, 3,4 Millionen Einwohner (zwölftgrösste Stadt Chinas).
Samstag, 21. Juli 2007
Erkenntnisse aus Bolivien
-Busfahren mit Durchfall ist Scheisse
-Israelis sind die besten Menschen
-Kolumbier die zweitbesten
-Kolumbier kennen Heidi
-Zecken sind die allerboesesten Tiere
-Die Bettflasche ist die glorreichste Errungenschaft der Menschheit
-Das WC-Papier gehoert nicht ins WC, sondern in den Abfalleimer
-Auch wenn es im Restaurant eine Karte hat, es gibt dennoch nur 1 Menu
-Che lebt
-Bolivianische Frauen tragen immer Zoepfe, weil sie ihre Haare nie waschen
-Bolivianische Frauen haben keine dicken Aersche, sondern tragen nur sehr viele Roecke uebereinander
-In der Schweiz gibt es viele Banken
-Schweiz und Schweden ist dasselbe
-Lama schmeckt besser als Meerschweinchen
-Was aussieht wie Peperoni, muss nicht Peperoni sein
-Was aussieht wie Peperoni, aber nicht Peperoni ist, ist verdammt scharf
-Bolivianer saufen zuviel
-Bolivianisches Bier ist schlecht
-Auch in Flipflops hat man keine Ruhe vor Schuhputzerkindern
-Nach einer Woche Spanisch verlernt man 8 Jahre Franzoesisch
-Popcorn ist keine Erfindung der modernen Kinogesellschaft, sondern der Inkas
-Eine Stange Dynamit in Potosí (Silberminen-Stadt) kostet weniger als ein Schokoriegel
-In einer Silbermine arbeiten ist schlimmer als im BurgerKing (Lebenserwartung der Arbeiter: max 30 Jahre)
-Die Zauberpuelverchen vom Hexenmarkt wirken nicht bei Schweizern
-Ich liebe Mate de Coca
-Es gibt keinen Weg Coca-Blaetter in die Schweiz zu schmuggeln
-Wenn man jemanden nach dem Weg nach x fragt, sind es immer "dos quadras"
-Man sieht mehr Tiere im Regenwald nachdem man geraucht hat
-Nicht jede Liane ist eine Schlange
-Die Haelfte der Polizisten sind verkleidete Diebe
-Das Brot ist stets von gestern und auch nicht besser wenn es von heute ist
-Versteckt in den Salteñas (brotaehnliche Pastete) steckt das, was man vom Huehnchen eigentlich nicht essen kann
Dienstag, 6. März 2007
crazy australia
an diesem abend ging eine kleine truppe schweizer "mannen" in freemantle auf die pirsch.
nennen wir sie der einfachheit halber herr A*,B*,C* und D*.
als die nacht in den morgen überging zeigten die freemantle einwohner eigenartige verhaltensweisen. man zog sich mitten auf der strasse aus, um der nächsten frau seine unterhosen zu schenken. je mehr unterhosen so eine frau hatte umso glücklicher konnte sie sich schätzen.
die herren A - D behielten ihre unterhosen jedoch an. dies war jedoch erst der anfang eines unabwendbaren unglücks. alles begann damit, das die "mannen" von diesen verhaltenweisen äusserst angetan zurück nach perth gingen.
dort entstand zwischen Herr A und Herr C eine wette. der wettgegenstand war ein bier. Herr A liess sich diese gelegenheit auf ein bier nicht entgehen und nahm die wette an.
dies hatte zur folge, dass mehrere security guards des clubs, in welchem sie sich aufhielten, angerannt kamen, ihn packten und äusserst unsanft auf die strasse setzten (hier wird nicht argumentiert, da wird gleich mit den muskeln gespielt).
Dies war dem werten herr A jedoch ziemlich egal, da er sein bier schon ausgetrunken hatte, so machte er sich auf den heimweg. was den herren B,C und D jedoch zu spät einfiel war, dass herr A mit dem velo in den ausgang gekommen war und dieses auch wieder für den rückweg zu nehmen gedachte.
Herr A hatte so seine probleme mit den vielen stehenden autos, die immer dort waren, wo seiner meinung nach, keines sein sollte.
alles endete damit, dass herr A mit viel glück einem spitalaufenthalt entging und statdessen einen tag sein bett nich verlassen konnte.
* der verfasses, dieses artikels, bestreitet jede ähnlichkeit oder verwantschaft mit den dargestellten personen.





