Donnerstag, 31. Dezember 2009

Mein 2009

Zurück nach Brüssel / Uni-Prüfungen auf Französisch / Die letzten Erasmus Abende im Corbeau und Celtica, mit Chimay Bleue und Fritten, naturellement! / Abschied aus einer sympathischen, lebhaften, fröhlichen, jedoch allzu flachen und regnerischen Stadt / Auspacken, um gleich wieder einzupacken / Die Mühen mit der Rastlosigkeit / Eine lange Reise ins Herz Afrikas / Die Taxifahrt vom Flughafen nach Kampala, Afrikas feucht-tropischer Duft in der Nase, die Sonne im Zenit / Erster Besuch auf dem grossen, grünen Makerere-Campus und Einzug ins neue vorübergehende Zuhause / Lange Stadtspaziergänge durch Kampala / Verspäteter Uni-Start und die herzlichen, aufschlussreichen Kontakte mit meinen Mitstudenten / Unterrichtsausfälle gehören zum Alltag, genauso wie Frontalunterricht, Diktierstunden und Kreide und Wandtafel / Lange Abende des Beisammenseins im Innenhof des Akamwesi / Die Balkonbesuche von Denis / Rolex wird zum täglichen Frühstücksritual / BBC World Radio als einzige Verbindung in die weite Welt / Pool mit June und Tomo, immer und immer wieder / Freude und Leiden an/mit der afrikanischen Alltagskultur / Die Vor- und Nachteile, weiss zu sein / Fehlende „time consciousness“ und der unbegreiflich riesige Brüokratie-Dschungel der Makerere / Einsicht in die Machenschaften des Herrn Museveni / Und wieder: neue Erfahrungswerte schärfen den Blick und bringen mehr Realitätssinn und weniger idealistische Parteiigkeit / NZZ Campus und das Interview mit Okware / Studienreise in den Westen: Bananenbrei, stundenlange Busfahrten, ein kongolesisches Flüchtlingslager, ein kleines Bett, das wir uns teilen müssen, atemberaubende Naturschönheiten / Weitere Reisen nach Jinja und auf eine Insel im Viktoriasee, auf der ein durchgeknallter Holländer Napoleon-Studien betreibt / Matatu, Wandegeya und Matooke / UCICC – ein wichtiges, aufschlussreiches Praktikum / unerwartet intensive Prüfungszeit / Der Abschied von der Makerere / Dankbarkeit / Ein Wiedersehen mit Moni / Der bewegende Blick von den Sipi-Falls über Afrika / Eine Bahnfahrt Nairobi-Mombasa / Lamu – ein kleines, unentdecktes Paradies / Reisemüdigkeit und ein wenig Heimweh / Ganz am Ende erwischt’s mich doch: Malaria / Wehmut und Vorfreude beim Abschied aus Afrika / Ankunft in Dubai: die schlimmste Stadt der Welt / Eine Hitze, die mein bisheriges Vorstellungsvermögen übersteigt und mir sehr unangenehm auf die Laune schlägt / Entsprechend: Grosse Freude am europäischen Klima / Schön, wieder hier zu sein / Bald jedoch: Packen für Amerika (und der Gedanke: ist das nicht vollkommen übetrieben?) / Los Angeles und Einblicke ins neue Leben meiner Schwester / Ich hab jetzt einen Schwager! / Nils und Brächi treffen ein: der Roadtrip beginnt / Eine lange, aufregende Nacht in Vegas / Danach weiter durch die endlosen Weiten des Wilden Westens, stundenlange Fahrten durchs Nichts, ein stetiges Flimmern am Horizont, Lesen, Schlafen, Musik, Plaudern, Schweigen / San Francisco und Berkeley / Wir sind alle irgendwie Erwachsen geworden / Washington DC und das Epizentrum der Weltpolitik direkt vor der Nase / Heimreise und damit die Freude, endlich wieder anzukommen, verweilen und tiefere Wurzeln schlagen zu können / Doch bald auch die Erkenntnis: das Jahr hat eine Lücke werden lassen / Arbeitsstart in Affoltern / Prägende Einblicke in unglaublich anmutende Schicksale und ins System, das einen oft genug ernüchtert / Einen Monat im Campingbus in Ottenbach und die Erkenntnis, das die romantische Vorstellung auch nicht immer der kalten und völlig stromlosen Realität entspricht / Regulatory Governance und die noch immer wachsende Freude an der Studienmaterie / Der Besuch bei der NZZ und ein erster grösserer Auftrag / Vorbereitung auf den TOEFL-Englischtest – und schliesslich ein unerwartet gutes, freudiges Resultat / Die Herausforderungen der Praktikumsbewerbungen, knappes Scheitern bei der DEZA, schliesslich wird's nach Bern gehen, ins Ungewisse / Arbeitsalltag, nebstdem Uni, Schreiben, Lernen - oder der Umgang mit dem Zuviel / Einzug im Brahmshof, der schnell zum wirklichen Zuhause wird / Zoon Politikon / Verpasste Geo-Vorlesungen aufholen, irgendwo zwischen Verzweiflung und Unnachgiebigkeit / Das Hoffen aufs Bestehen – diesmal so brisant wie nie / Frankfurt-Besuche mit Moni, Grüne Sauce, die Geburtsstätte von Goethes Faust, eine Nacht in Giessen / Vorbereitungen für die Master-Bewerbungen: Wohin wird es gehen? Genf, Berlin, Heidelberg, St. Gallen? / Amerikanische Weihnachten / Die Aussicht auf ein neues Jahr, das vieles, hoffentlich nicht zu vieles verspricht.

2006 / 2007 / 2008

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Gruppenbildung

Würde ich auf Facebook eine Gruppe gründen, so würde ich Sie "Beim Wählen der Kasse schaue ich auf die Kassiererin" nennen.
Und dies ist nicht einfach so aus der Luft gegriffen, sondern gehört zu meinem täglich Brot. Denn, Einkaufen, das tut man gezwungenermassen zwischendurch. In der heutigen Zeit, in der man im Migros und im Coop einkauft, stellt sich immer auch die Frage, welche Kasse man nimmt. Dabei wird häufig versucht, die Schnellste zu erwischen. Dies ist aber nur in seltenen Fällen richtig einschätzbar, da garantiert genau an der gewählten Kasse der Kartenleser nicht funktioniert oder etwas Anderes nicht stimmt. Beginnt man in dem Moment, die Kasse zu wechseln, hat man erst recht verloren! (Und kann dann zuschauen, wie die Leute, die einmal hinter einem anstanden, schon bezahlt haben). Aber wie gesagt, man muss sich ja für eine Kasse entscheiden, wenn man nicht gerade im Tante-Emma Laden um die Ecke einkauft. Also muss ein handfestes Kriterium her, und da bin ich eben auf die Kassiererin gestossen. (Dies könnte auch daran liegen, das im Zähringer Migros in Bern alldrgatig Studentinnen beschäftigt werden.) Und so macht es einem dann gar nichts aus, auch etwas länger zu warten, denn danach wird man ja von einem gar aparten Frölein bedient.
Und je weiter man überlegt, ist anzunehmen, dass die Kassenwahl nach Kassiererin auch dem schnellen Vorwärtskommen dienlich ist. Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass die Frauen, die ja in den Supermärkten dieses Landes immernoch die Mehrzahl darstellen, ein gleiches Auswahlverfahren wie ich haben. Sowieso ist dieser Beitrag für Frauen eher uninteressant, aber ich kann mir bigoscht nicht vorstellen, wie Frauen die Kasse auswählen.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Die Erklärung

Zum Jahresende erklären wir Ihnen noch kurz die, immer noch aktuelle, Finanzkrise:

Drei Jungen kaufen für 15 Sfr. einen Fußball in einem Sportgeschäft. Als die Jungen den Laden verlassen haben, sagt der Geschäftsführer dem Verkäufer, dass der Ball eigentlich nur noch 10 Sfr. wert wäre und die übrigen 5 Sfr. unter den Jungen aufgeteilt werden sollen.
Nun fragt sich der Verkäufer, wie er das machen soll und entschließt sich für folgende Lösung: Er trinkt ein Bier für 2 Sfr. und gibt jedem Jungen einen Euro wieder zurück. Nun haben die Jungen jeder 4 Sfr. für den Ball bezahlt (12 Sfr.) und der Verkäufer hat 2 Sfr. für sein Bier bezahlt. Das sind zusammen 14 Sfr.

Montag, 28. Dezember 2009

Statistik

Anzahl Beiträge: 104
Aktive Mitglieder: ca.2,5
Top Suchworte: 1. dachs ferdi (neu), 2. christian walliker (1), 3. unddachs (2)
Von Autoren bereiste Destinationen: Côte d'Ivoire, Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Rumänien, Moldavien, Wallis, Uganda, Österreich, Spanien, Vereinigte Staaten von Amerika, Niederlande, Luxemburg, Lichtenstein, Ruanda, Kenia, Dubai, England.
Jet-Set-Award: J.B. Oganga
Flugmeilenaward: J.B. Oganga
Neue Grounds: Chisinau, Bukarest, Luxemburg, Abidjan
Veröffentlichte CD's: 1
Song des Jahres: Verdammt ich lieb dich
Abgeschlossene Doktortitel: 0 (Chlemmet nech mau chli, giele u modis)
Familiengrösse gesamt: Neu +3
Familengrösse aktive: Keine Mutationen
Schlussfolgerung: Auf unddachs schreiben ist schlecht für das Weiterkommen im Privatleben. Trotzdem hoffen wir, Sie auch im nächsten Jahr ab und zu hier zu treffen. Es guets Nöis!

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Mein 2009

Zu Beginn war der Hot-Pot und Borat/ Pontresina/ Der Kuppler/ Endlich Afrika/ Abidjan, ça bouge/ L'afrique, c'est compliqué et chaud/ Viele Fische und wenig Wissen/ Harndrang in Moldova/ Zu viel Studium, zu wenig Leben/ Uno-Abende, Grillieren, Gute Nachbarschaft/ Sieg im Krieg der Sterne/ Zukunftsgestaltung/ Letzte Prüfung/Kaiserschmarn in Österreich/ Fuck Off Zürich/ Barcelona, Wiedersehen mit Brüdern/ Lange Nächte in Montreux/ Bachelorarbeit/ Mancun/ Welcome to the United States of America/ New York, fucking cool/ Californian Dream/ On the road/ Alles wie früher?/ 4000m und ein wenig Sonnenstich/ Unzuverlässige Dozenten/Agrarsoziologie?/ Wandern mit allmighty Mama/ Wandern alleine/ Wandern mit Freunden/ Bier in Stutgart und Orchideen in Holland/ Guets, auts Bärn/ Stetiger Wandel/ Die langen Nächte von Zürich/ Schule geben, schwieriger als man denkt/ Fuck it anyway/ Arbeiten in einem Saftladen/ Früher war gut, heute ist besser/ Am Ende ist ein Fragezeichen

Sonntag, 13. Dezember 2009

Geschenke

Heute werden Geschenke verteilt, schliesslich nähern sich die schmutzigen Spielchen zwischen Konsument und Konsum dem Höhepunkt, die Geldbeutel sind am stöhnen und der alljährliche Orgasmus des Kapitalismus steht kurz bevor. (Falls übrigens jemand sich für das Gewinnen des Nobelpreises in Wirtschaftswissenschaften interessiert, sollte er sich intelligente Theorien zu einem Wirtschaftssystem ohne Wachstum machen). Übrigens sind die Frauen, welche sich ja in letzter Zeit für mehr sexuelle Gleicheberechtigung oder Selbstbestimmung oder sowas eingesetzt haben, in dieser Hinsicht weit voraus! Also Männer, ran an den Speck!

1. Wer den bald fertig gestellten "Soundtrack zum besseren Leben" gratis und franko haben möchte, melde sich bei mir unter Angabe der nötigen Angaben (diese können auch Termine für Kaffee und Kuchen, Hopfengetränke oder Anderes sein).

2. Da ich den Schweizer Bauer nicht mehr lesen kann, da nicht mehr an der ETH habe ich mir eine neue Informationsquelle über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft zugelegt. Beim erblicken des TopAgrars neben meinem Bett, haben schon etliche Freunde etwas Verwunderung zum Ausdruck gebracht. Scheinbar aber auch Interesse, denn es wurde gewünscht, dass ich die aktuelle Ausgabe kurz zusammenfasse. (Leider schlafe ich im Zug beim Lesen immer ein und kome nicht recht voran) In der neusten Ausgabe von TopAgrar gibt es, wie immer, wieder viele interessante Artikel. Die aktuelle Ausgabe dreht sich um "Unser Boden". Die Titelstory konnte ich leider noch nicht lesen, aber ich bin nun über die akutellen Preise für Mastbullen in Süd- und Norddeutschland informiert. Diese weisen, auf ca. 3 Euro bis zu zwanzig Cent Differenz auf, was doch erstaunt. Ausserdem, falls Sie noch Raps an Lagar haben, sollten Sie diesen möglichst schnell verkaufen, da in den USA eine ausserordentlich gute Sojaernte eingefahren werden konnte. Es gibt aber, längerfristig, durchaus positive Zeichen für den Rapspreis zu beobachten. Die Preise mit für Kontrakte an der Matif in Paris für kommendes Jahr sind ein erstes Indiz dazu.
Weshalb sich jemand einen Bericht über das neuste TopAgrar gewünscht hat fragen Sie sich wohl. Das eben geschriebene klingt ja eigentlich völlig normal für einen ehemaligen Studenten der Agrarwissenschaften. Vielleicht liegt also der Wunsch Ogangas eher darin begründet, dass es im TopAgrar auch andere Berichte gibt, wie beispielsweise einen Test über "Stiefel-Desinfektions-Geräte", oder eine Testreihe zu "Schweinekadavertransportmitteln". In dieser Ausgabe auch zu finden, zehn Tipps für die richtige Besamung (also bei Kühen, versteht sich). Und natürlich Traktoren, Traktoren, Traktoren. Gerade jetzt, wo die Agratechnica in Hannover noch nicht lange vorbei ist, ein heisses Thema.
Ich finde TopAgrar top!

Sonntag, 6. Dezember 2009

Soundtrack zum besseren Leben VIII

Verehrter Stimmbürger, leider ist auch der Soundtrack zum besseren Leben, trotz seines Namens oder gerade wegen seines Namens, nicht vom Wettskandal verschont geblieben. Uns wurden sehr hohe Einsätze auf Kusi gemeldet, weshalb wir von Betrug ausgehen müssen und ihn leider streichen müssen. Für diejenigen, welche ehrlich für Ihn gestummen haben, tut es uns leid.
Hier nun die letzte Abstimmung, zum Komplettieren des Soundtracks zum besseren Leben. Wir wählen vier etwa Songs (je nach Platz auf der CD). Mehrfachstimmen möglich. Dem geneigten Leser amerikanischer Musikblogs werden die meisten Lieder bekannt vorkommen.

Wolfgang Petry - Verdammt, ich lieb dich (Wir sollten mehr Schlager hören und weniger Schlägern!)
Charlotte Gainsbourg feat. Beck - Heaven can wait (Wunsch von Nils)
The flaming lips - Watching the planets (Super)
Hot Chip - Take it in
Beach House - Norway (Super, wie eigentlich immer wenn Beach House spielt...)
Best Coast - When I'm with you (Super)
Emalkay - When I look at you
Los campesinos - The sea is a good place to drink of the future
Sleigh Bells - Crown on the ground (Brooklyn, cool)
The big pink - Velvet

always stay with us: Lady Gaga - Love Game

und fern jeglicher Konkurenz, das neuste, schöne Werk von Nils. SCHAUEN!

Schön!

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ist das Ja am Nein oder das Nein am Ja schuld?

Das Ja am Nein.

Übrigens: Auf die Frage wer man ist, lässt sich nur schwer eine Antwort geben so lange man sich derer Konsequenzen nicht ganz sicher ist.

Sonntag, 29. November 2009

Hier und dort.

Das neue NZZ Campus Magazin zum Thema Mobilität. U.a. mit ein einem Uganda-Bericht. Am Dienstag, 1. Dezember, als Beilage in der NZZ.

Soundtrack zum besseren Leben VII

Damit wir bis Weihnachten den Soundtrack fertigstellen können und Sie ihn dann Ihren Liebsten unter den Baum legen können, gehts alsbald weiter. Vorschläge werden immer noch gerne aufgenommen.

Charlie Winston - Like a hobo
Spitzbua Markus - Pipi Henderl (Drinken Sie dazu einen Gin Tonic)
Them crooked vultures - New fang
Tricky/South Rakkas Crew - Cross to bear
Ludacris - How low can you go
Lady Gaga - Love Game

Am heutigen, leider historischen Tag, denken Sie daran: MAN SOLLTE IMMER WÄHLEN! FICKEN!

Samstag, 28. November 2009

Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?

Angenommen ich bin und bin mich, dann komme ich auf etwa zehn (Andreas, Andi, Ändu, Res, Brächi, Fritzen, Ferdinand, Ferdi, Suizo, Russo).

Freitag, 13. November 2009

Dienstag, 10. November 2009

Ausgehen

In allernächster Zeit stehen einige interessante Veranstaltungen auf dem Programm, welche Sie bitte nicht verpassen mögen.

Mi, 11.11. Wilco im Volkshaus Zürich (mit Oganga und Nils)
Mi, 11.11. Konkurenzprogramm im LFW-Stall, Zürich, Jassabend des VIAL (evtl. Afterparty mit Ferdinand G.)
Do, 12.11. Das Bonsoir in Bern wird im Rahmen der Radio-Rabe-Clubtour von Boys on Pills beschallt (mit Ferdinand G.)
Fr. 13.11. Burgundergrund Revival mit Elektro im Stadthauskeller, Burgdorf (mit Ferdinand G.)
Sa. 14.11. von 9-17 Uhr ist Tag der offenen Tür beim neu erbauten Schweinezuchtbetrieb der
Heimstätte Bärau in Ramsern, Bärau (mit Ferdinand G.)
Sa.14.11. Elektrostubete im Dachstock, Bern. Scho widr Elektro.

Auf freudiges Zusammentreffen!

Freitag, 6. November 2009

Soundtrack zum besseren Leben V

Hallo. Der Soundtrack zum besseren Leben wartet auf seine Fortsetzung. Danke für Ihre Mithilfe. Weitere Vorschläge wie immer in den Kommentaren.

Jacques Brel - Ne me quitte pas
(von Nils: vor allem wegen dem Video)
Keren Ann - Not going anywhere (von Renate)
Lisa Mitchell - Neopolitan Dreams
CiGi - Siamo Uomini (Ein Fussballspiel mit Gimma als Schiedsrichter würde ich gerne mal live sehen! Und ein Torhüter der an den Pfosten bislet.)
Flight of the Conchords - Mutha Uckers (Schauen Sie mal diese Serie!)

Who the fuck is Lady GaGa?

Elfenbeintum? Nie gehört... (II/II)

Et voilà - die Fortsetzung der akademischen Veranstaltungstipps für jedermann. Falls für Sie nichts passendes dabei ist, lohnt sich der Besuch der gesamten Veranstaltungsagenda. Schon toll, über was da alles geforscht, diskutiert und gegrübelt wird.

Nichtinvasive Diagnostik des malignen Melanoms
PD Dr. Ralph Braun

Braucht man zum Gehen das Gehirn?
PD Dr. Martin Schubert

Was heisst einen schwierigen philosophischen Text verstehen? Nehmen wir doch zum Beispiel mal Hegel.
Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Ehlich, Berlin/München

Braucht es Wachsmoulagen an der Uni?
Dr. med. Michael L. Geiges

Unconditional love: Is there such a thing? What could it mean for ethics?
Prof. Christopher Cordner, University of Melbourne

Unterwegs mit Motorsäge, funk-gesteuertem Narkosegewehr und Satellitenhalsbänder - der Wildtierarzt in der Wüste Gobi
Christian Walzer, Univ.Prof. Dr.med.vet. am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie Universität Wien

Von Osten nach Westen. Ostasiatisches Exportporzellan und europäisches Porzellan aus archäologischen Ausgrabungen und Sammlungen.
Annamaria Matter, Leiterin Mittelalter/Neuzeit, Amt für Raumordnung und Vermessung, Kantonsarchäologie

Evidenz im Bild. Van Goghs Schuhe, Heidegger und kein Ende
Prof. Dr. Hartmut Böhme (HU Berlin); Moderation: Philipp Sarasin

Politikwissenschaftliche Interpretationen der Transformation des Fussballs in Europa
PD Dr. Dirk Lehmkuhl (Professor Universität St. Gallen)

Die Medizinische Fakultät, wie ich sie erlebte
Ernst Buschor

Imperial Menageries: Asian Elephants from Ceylon for the Habsburg Court
Annemarie Jordan Gschwend, Visiting Curator Museum Rietberg

Im Kampf mit dem Körperfett - Lieber Laufen, Schwimmen oder Radfahren?
PD Dr. Beat Knechtle

Schweizerisch - französische Verbundenheiten, freiwilliges Exil und die Diskussion um die Begriffe Heimat und Fremde
Peter Hamm, Paul Nizon

Bild: Die eindrückliche neue Bibliothek der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Zürich.

Donnerstag, 5. November 2009

Wollen Sie in die Zukunft schauen?

Kürzlich wurde mir wiedermal bewusst, welche voraussehenden Qualitäten unser Blog hat. Von Wahrsagern oder Heilern ist nicht übetrieben. Es geschah dies nämlich als ich ein NEWS lesen wollte, aber keines fand. Sie erinnern sich? Oder kürzlich mal ein .ch gesehen? Voilà.
Und in bester Erinnerung sind uns ja auch noch die zwei wichtigsten Ereigniss der vergangenen drei Jahre. Dies (ganz unten) nämlich, und dies.
Da momentan das Geld nicht mehr fliesst wie auch schon, können Sie uns gerne für Aussichten in die Zukunft engagieren. Das kostet je nach Komplexheit des Auftrages mehr oder weniger, ist ja klar. Für Fussballresultate wenden Sie sich bitte an Herrn Oganga, für Fragen zu Gratiszeitungen und Roulletzaheln an meine Wenigkeit. Für alle anderen Fragen starten Sie doch eine Anfrage in den Kommentaren, es wird sich schon jemand finden. Übrigens, falls sie anstatt Aussichten lieber Fernsichten mögen, empfehlen wir Ihnen eine Wanderung mit dem dachs zu machen (siehe Bild, letzten Samstag vom Guggershörnli).

Dienstag, 3. November 2009

Fussball und Gewalt - Eine Meinung, Meine Meinung


Eigentlich wollte ich jetzt lernen ud arbeiten. Gerade habe ich aber die Sportlounge übers Thema Fans und Gewalt gesehen (Hier können Sie das auch schauen, falls einem die Thematik interessiert ganz interessant) und bin ziemlich aufgebracht. Mit dabei war so eine St.Galler Regierungsrätin (die übrigens gerne dann mal Herrn Merz ersetzen würde, wir mir von einem St.Galler Politologen erklärt wurde) und ein St.Galler Polizeikommandant, dann noch Polo (YB-Fan) als Fanvertreter und der Basler Stadion-CEO. In der Diskussion gibt es einige Dinge, die mich schrecklich nerven.

1. Pyros, Stehplätze und Fangesänge
Pyros und Gewalt haben von mir aus gesehen nur einen bedingten Zusammenhang (und zwar gibt es einen Teil der Pyrozünder die auch Gewalt ausüben). Der Herr Polizeikommandant hat selbst gesagt, dass Leute aus Deutschland zusammen mit den GClern and den Ausschreitungen in St.Gallen letzte Woche dabei waren. Notabene geschah dies vor allem vor dem Spiel. Was haben also Pyros mit diesen Chaoten zu tun? Was interessieren diese sich für Fangesänge die eine ach so agressive Stimmung verbreiten? (Fangesänge gegen andere Vereine werden von der Frau Regierungsrätin mitverantwortlich für Gewalt gemacht). Die sind aus Deutschland gekommen um zu schlegeln und fertig. Was haben Stehplätze mit Gewalt zu tun? Egal ob man Sitz oder Stehplätze hat, im Stadion drinnen gibt es kaum mehr Gewalt, die gibt es draussen. Wenn ich "Scheiss Züri" singe bin ich ein potentieller Gewalttäter und sollte in die Hooligan Datenbank aufgenommen werden?(Emotionen gehören zum Fussball, fragen Sie mal Herrn Busacca) Wie Polo richtig gesagt hat, gab es im Stadion noch nie (oder wenn weiss er und ich es nicht) Verletzungen wegen Pyros. Und wenn, dann höchstens die Fans welche die Pyros gezündet haben. Es wurden Pyros geschossen, selten, und das war nicht gut und die entsprechenden Täter wären sehr leicht zu finden, wenn man wollte!
Pro Pyro, Pro Stimmung im Stadion. Von mir aus gesehen eindeutig der falsche Ansatz und eine Diskussion am Thema vorbei.

2. Im Ausland ist alles besser
Frau Regierungsrätin hat geschwärmt, wie auch die Medien immer wieder, wie toll man das Gewaltproblem in England, Deutschland, Holland un Belgien im Griff hat. Laut Wankdorf-CEO gab es im Wankdorf in den letzten zwei Jahren drei Gewaltvorkommnisse, einer war verursacht von den Fans des FC Brugge, und das liegt glaub ich in Belgien. Belgien und Holland haben immernoch massive Probleme (vielleicht kennen Sie die Fans von Rotterdam, mit denen ist nicht zu spassen). Ausserdem mag in den obersten Ligen Deutschlands und Englands das Problem beseitigt sein (und das hilft bei Wahlen), jedoch ist man in den unteren Ligen weit davon entfernt! Schauen Sie mal was in der Regionalliga Ost in Deutschland abgeht oder bei Millwall etc.
Ich bin immernoch der Meinung, Gewalt ist ein ziemlich soziales Problem und der Fussball ein Ventil. Es ist denn auch richtig, dass die Sendung auch über Hockeyfans berichtet hat. Nehmen Sie den EHC Biel, da geht ziemlich die Post ab. Durch mehr Kontrolle und Pyroverbot und Fanpass und weiss nicht was alles wird wohl kaum ein soziales Problem gelöst, sondern höchstens aus der Fussballkurve ins Abseits des öffentlichen Interesse gestellt.

Nun muss ich wohl auch noch etwas zur Lösung des Problems sagen, und dies gestaltet sich schwierig, da bin ich einverstanden. Schnellrichter wie in St.Gallen geschehen, für Chaoten, finde ich absolut in Ordnung. Es muss, wie der Basler CEO gesgat hat, den richtigen treffen (das heisst lieber einen weniger, dafür stimmt es sicher und die Beweislage ist klar). Mehr Fanarbeit! Ich kann an jedem Match den ich sehe (ok, das sind nicht allzu viele), welchen sehr positiven Einfluss diese Fanarbeiter und Fanverantwortlichen der Klubs haben. Sie kennen die Leute und wissen wie mit ihnen umzugehen ist, auch ohne Vollmontur und Tränengas. Fanarbeiter werden bis heute vor allem von den Clubs und von Privaten finanziert. Ich denke jedoch ein Fanarbeiter kann schon einige Polizsiten ersetzen. Viedoüberwachung im Stadion finde ich auch legitim. Gegen Gewalt etwas vom sinnvollsten ist von mir aus gesehen ein Alkoholverbot im Stadion (beispielsweise nach der Finalissima in Basel vor zwei Jahren, eigentlich der perfekte Moment für Ausschreitungen seitens der YBFans, passierte nix, gar rein nix. Es war Alkoholverbot), dies ist jedoch aus persönlichen Gründen nicht mein Favorit. Aber das Zerstören der Fankultur finde ich nicht in Ordnung. Und übrigens, Scheiss Luzern!

Sonntag, 1. November 2009

Es muss rund zehn Jahre sein, dass wir uns das erste Mal getroffen haben. Ich kann mich jetzt nicht mehr genau an die Umstände erinnern, und auch nicht ob ich wir uns von Anfang an gut verstanden haben. Doch scheint dies auch nicht mehr so wichtig zu sein, schliesslich ist es zehn Jahre her und wir sind immernoch zusammen. Wir sind zusammen eingeschlafen, zusammen aufgewacht, sind durch die Welt gereist, haben gegessen, gelacht, aber auch geweint, geduscht, Fotos angeschaut, velogefahren, gesnowboardet, gekuschelt, gefeiert bis in die frühen Morgenstunden und gekatert, ja sogar geshoppet. Dies klingt fast nach einer stolzen Leistung, mir kommt es aber gar vor als wäre es völlig natürlich. Ich muss auch zugeben, du bist ein schrecklich guter Begleiter. Wenn man dir nicht mehr zuhören will, kann man dich einfach bitten ruhig zu sein, und du bist es. Und trotzdem, wann immer man es braucht, und das ist in den vergangenen zehn Jahren weissgott ein par Mal gewesen, hast du die richtigen Worte bereit. Auch wenn sie manchmal zum verwechseln ähnlich sind, du sagst es auf eine so gute Weise, dass man dir nicht böse sein kann. Ich weiss nicht ob du für andere auch so ein guter Kumpel bist, wahrscheinlich schon. Doch auch das ist mir egal, so lange wir uns die Stange halten kann unserer Freundschaft kaum jemand etwas anhaben. Auf weitere zehn Jahre Clandestino, gruss vom Suizo clandestino.

Solo voy con mi pena
Sola va mi condena
Correr es mi destino
Para burlar la ley

Perdido en el corazón
De la grande Babylon
Me dicen el clandestino
Por no llevar papel

Pa' una ciudad del norte
Yo me fui a trabajar
Mi vida la dejé
Entre Ceuta y Gibraltar

Soy una raya en el mar
Fantasma en la ciudad
Mi vida va prohibida
Dice la autoridad

Solo voy con mi pena
Sola va mi condena
Correr es mi destino
Por no llevar papel

Perdido en el corazón
De la grande Babylon
Me dicen el clandestino
Yo soy el quiebra ley

Mano Negra clandestina
Peruano clandestino
Africano clandestino
Marijuana ilegal

Solo voy con mi pena
Sola va mi condena
Correr es mi destino
Para burlar la ley
Perdido en el corazón
De la grande Babylon
Me dicen el clandestino
Por no llevar papel

Argelino clandestino
Nigeriano clandestino
Boliviano clandestino
Mano negra ilegal

Sie mögen jetzt denken dies sei eine einseitige Botschaft. Doch was ist ein Song ohne Zuhörer?

Freitag, 30. Oktober 2009

Heisse Luft

Beim durchstöbern der Internetseiten von Schweizer Parteien bin ich auf eine interessante Sache gestossen. Entweder funktioniert mein Browser nicht richtig, die Seite ist erst gerade im Aufbau oder die grösste Partei rechts von links hat einfach eine bemerkenswerte Selbstironie. So viel weiss entspricht doch ziemlich gut dem jeweils Herausposaunierten von den verschiedensten Exponenten der Partei. Aber schauen sie selbst: Hier lang->

Donnerstag, 29. Oktober 2009

wandern mit dem dachs



"Ds Vreneli glüecklech mache", das war mal so ein Ausspruch unter Agronomen. Nun muss man aber das Vreneli erst finden, und deshalb gehts am Samstag aufs Guggershörnli.

Vorläufiges Programm (kann je nach Wunsch auch angepasst werden):


Start ist um 09.06 ab Bahnhof Bern, die S6 bringt uns nach Köniz und dann gehts weiter mit dem Postauto (Linie nach Riggisberg) bis Rüeggisberg Post. Dann Wanderung über Schwarzenburg und das Guggershörnli, wo wir kurz einen Jauchzer machen werden, nach Guggisberg. Dies sind 17km und 840 Höhenmeter, was rund fünf Stunden dauern wird. Es besteht die Möglichkeit einen Teil der Wanderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Mehr Infos hier. Unterwegs gibt es Picknick, vielleicht auch eine Eiertütschete oder ein Gläsli Wein. In Guggisberg angekommen stehen uns beispielsweise die Türen des Gasthofs Sternen offen. Für nach Hause Guggisberg ab jeweils um .28 über Schwarzenburg zurück nach Bern (Dauer 56'). Das Wetter sollte laut Prognose nicht so schlecht sein und eine schöne Fernsicht ist in Aussicht.

Melden Sie sich in den Kommentaren, oder bei mir oder kommen Sie einfach. Als Vorbereitung lernen Sie bitte den Text von "Vreneli abem Guggisberg".

Samstag, 24. Oktober 2009

Das versteh ich nicht (oder Fragestunde mit Onkel Andi II)

Getreu dem ehemals ollen Curse (Warum haben so viele so wenig? Das versteh ich nicht. Und warum haben so wenige so viel? Das versteh ich nicht.)

Warum fragt niemand nach dem Preis? Das versteh ich nicht.
Warum katapulieren wir uns nicht öfter mal auf den Mond? Das versteh ich nicht.
Warum geht es in der Betriebswirtschaftslehre der landwirtschaftlichen Berufsbildung nur darum, ab welchen Auflagen man Subventionen bekommt? Das versteh ich nicht.
Warum hat man Angst vor Minaretten? Das versteh ich nicht.
Sind wir wirklich so schwach?

Warum melken die immer wie mehr? Das versteh ich nicht.
Warum schreiben Sie nicht mehr Kommentare? Das versteh ich nicht.
Sind Sie wirklich so faul?
Warum besitzen meine Eltern keinen Bauernhof? Das versteh ich nicht.
Warum handelt BioSuisse nicht im Interesse von Bio? Das versteh ich nicht.
Warum stimmt immer jemand für Lady Gaga? Das versteh ich nicht.
Warum solidarisiert man sich nicht mit den Gartenzwergen? Das versteh ich nicht.
Warum ist der Mensch nicht lernfähig? Das versteh ich nicht.
Warum wartet man auf Briefe, Mails und SMS? Das versteh ich nicht.
Sind wir wirklich so allein?
Warum kümmern wir uns so sehr um Haustiere? Das versteh ich nicht.
Sind wir wirklich so allein?
Warum ist YB so gut? Das versteh ich nicht.

U wär hett Angscht vorem schwarze Maa?

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Abstimmungsresultat

Soundtrack zum besseren Leben IV

Wir gehen in eine weitere Runde. (Sie dürfen eigene Vorschläge für die nächste Runde übrigens gerne in den Kommentaren kundtun. Die bisher gewählten finden Sie rechts aufgelistet.)

Santigold - L.E.S. Artistes

Polar - Le Brasier (auch wegen dem Video, unbedingt gucken)
CallmeKat - Flower in the night
Kanye West - Love Lockdown
Tim Toupet - Fliegerlied

und nie ohne Lady Gaga - Love Game.

Montag, 19. Oktober 2009

Elfenbeinturm? Nie gehört… (I/II)

Auch diesen Herbst bietet die Uni Zürich nebst der breiten Palette an interessanten Studiengängen wiederum eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen, die Herrn und Frau Schweizer Einblick in die herrliche spannende Welt der Wissenschaften bieten. Folgend eine Auswahl der vielversprechendsten Themen. Zücken Sie ihre Agenda, bestimmt möchten auch Sie sich viele dieser tollen Referate nicht entgehen lassen.

Paulus weiterdenken - zur Theologie der deuteropaulinischen Schriften
Prof. Dr. Andreas Dettwiler, Universität Genf

Seawater chemistry and the history of biomineralization in calcareous marine organisms
Dr. Paul Taylor (The Natural History Museum, London)

Vers une musique fleuve? Über einige Tendenzen in der zeitgenössischen deutschen Musik
Prof. Dr. Wolfgang Rathert (München)

Die Vollstreckung der Todesurteile gegen Landesverräter im Zweiten Weltkrieg - und die Rolle der Sanitätsoffiziere
Willy Stoll

Die konservative Geburtshilfe - slippery when wet?
PD Dr. Ulrich Bleul

Aufführung der Ryujin Gruppe aus Okinawa.
Eisai Gruppe Ryujin Okinawa

Drache, Lotos, Schneelöwe - Teppiche vom Dach der Welt

Der Ursprung der Ammonoideen im Licht der Devonischen Nekton-Revolution
PD Dr. Christian Klug

Abort beim Rind - Blauzungenkrankheit what else?
PD Dr. Nicole Borel

Sonntag, 18. Oktober 2009

Die Farbe des Sonnenlichts ist wärmer geworden, der Herbst steht vor der Tür. Das Grün des Ahorns vor dem Fenster verblasst, die ersten braunrotgelben Blätter bedecken die Wiese. Am gegenüberliegenden Haus zieht eine Wolke vorbei und verdeckt das kräftige Blau des Himmels.
Die Menschen bleiben zuhause, es ist kein Tag zum Rausgehen, weil man sich der Kälte noch nicht wieder gewohnt ist, noch immer den warmen Sommertagen nachsehnt und die farbige, romantische Herbstlichkeit noch nicht eingekehrt ist.
Drüben an Nachbarshaus sind einige Satellitenempfänger installiert, man sieht fern, es ist ein Fernsehsonntag. Was sich die Leute wohl ansehen? Formel eins und Fussball vielleicht, Nachrichten, einen Film, in dem es um die Liebe geht und um Abenteuer, eine Sonntagnachmittag-Reisereportage oder ein verfilmtes Grimm-Märchen.
Hinter dem Haus fährt das Tramm, hin und wieder ist das dumpfe Rattern zu hören, es bringt die Menschen nachhause, zu Freunden, zur Arbeit, in den Park.
Die Wiese vor dem Haus trägt das für den Frühherbst typische kräftige grün, die Gräser machen letzten Kräfte frei, sie bereiten sich auf den Winter vor.
Vielleicht kommt bald der erste Schnee, denke ich. Alles wäre plötzlich weiss.

Samstag, 17. Oktober 2009

Sollten wir nicht eigentlich etwas mehr Demut zeigen? Ich finde, diese Frage darf man stellen. Oder muss man sie gar stellen? Ich finde müssen müssig, dürfen dürftig und wollen gut. Schafwolle oder Baumwolle? Ich mag eigentlich lieber Baumwolle, obwohl Schafwolle gibt wärmer. Wäre es auf der Welt ohne Menschen kälter? "Mir hei zäme no nid emau e Chätschgummi gstohle, aber wede wosch, chume ig di überau cho hole"

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Mein Südafrika

06.09.08 Israel - Schweiz 2:2
An jenem Samstag kam ich gerade aus dem Norden Finland nach Helsinki zurück. Nach einer Woche wandern in der Natur und 1000km Autofahren habe ich nicht mehr allzu viele Erinnerungen. Aber ich glaube mein persönlicher Rupelimat hat mich per SMS live aus Israel auf dem laufenden gehalten.

10.09.08 Schweiz - Luxemburg 1:2
Vier Tage später war ich immer noch in Finland, und vor dem Spiel ziemlich traurig nicht in Zürich mit meiner luxemburgischen Mitbewohnerin in meinem dazumaligen "Heimstadion" sein zu können. Ich schaute dann mit den Finnen ihr sensationelles Spiel gegen die Deutschen und wir gingen frohen Mutes nach Hause. Auf dem Nachhauseweg durch die Strassen Helsinkis kamen wir an dieser Kunstinstalation vorbei, wo aus einem Senkloch mitten im Quartier, Flughafenlärm ertönt. Beim konsultieren des Internets bei Jaakko zu Hause konnte ich das Ganze nicht so recht fassen, und war erst mal froh nicht in der Schweiz zu sein.

11.10.08 Schweiz - Lettland 2:1
Irgednwo habe ich das wenig berauschende Spiel geschaut, aber ich weiss ganz ehrlich nicht mehr wo genau das war.

15.10.08 Griechenland - Schweiz 1:2
Und dann kommt Yakin und gibt diesen Zuckerpass auf N'Kufo. Hakan Yakin Fussballgott. Unglaubliche Szenen. Im Nachhinein hätte man nach Griechenland reisen sollen um das Spiel zu schauen, so habe ich irgendwo vor dem Fernseher gegammelt.

28.03.09 Moldova - Schweiz 0:2
In meinem bisherigen Leben hatte ich noch kaum ein Spiel der Schweizer Nationalmannschaft live gesehen. Spontan kommen mir Österreich und China in den Sinn, beides unbedeutende Freundschaftsspiele. Und nun reise ich also nach Moldova, nur um ein Fussballspiel zu schauen. Ich könnte Ihnen jetzt nicht viel über Moldova sagen, es waren ja auch nur zwei Tage Moldova und zwei Tage Rumänien. Aber diese Auswärtsfahrt war ziemlich kultig, vor allem der Nachtzug von Bukarest nach Chisinau und das Hotel Kosmos. Die Schweiz gewinnt in einem unspektakulären Spiel, Othmar grüsst freundlich und Wölfli ist unser Pausenheld.

01.04.09 Schweiz - Moldova 2:0
Selber Gegner, selbes Resultat. Ein Pflichtieg der schweizer Nati in Genf. Langweilig.

05.09.09 Schweiz - Griechenland 2:0
Wie kann man seinen Fangrad messen? Beispielsweise wenn man Flüge so bucht, dass während des Fluges das wichtigste Spiel der Qualifikation ansteht. Vorausschauen ist manchmal schwierig. Auf jeden Fall klappte das ganze doch noch so gut, dass während des Anstehens für den Flugzeugeinstieg ein erstes SMS kam, welches bereits für einige verdutzte Gesichter rundherum sorgte. Und dies, nachdem ich völlig unbegründet und böswillig gedacht hatte, der Rupelimat lasse mich heute im Stich. Dann im Gangway zum Flugzeug kam noch das zweite SMS und mit grosser Freude konnte ich New York verlassen und gen Heimat fliegen.

09.09.09 Lettland - Schweiz 2:2
Während dieses Spiels hatte ich wiedermal so meine Zweifel an den gut verdienden Fussballspieler unseres Landes. Zu Hause litt ich einsam, wie diese Jungs ohne Herz und Einsatz irgendwie ein Unentschieden zwegchnorzten. Die einzige Freude des Abends war das Unentschieden der Griechen; Der Moldauer ist schon ein toller Bursche!

10.10.09 Luxemburg - Schweiz 0:3
Nachdem Spass in Moldau und dem terminlich bedingten fernbleiben von Lettland die zweite Auswärtsfahrt dieser Qualifikation. Diese war jedoch in keiner Weise zu vergleichen mit der ersten. Anstatt ein par verlorenen Seelen waren 5000 Eidgenossen zugegen. Und mindestens dreiviertel von denen wählt bestimmt eine Partei, die rechts von mir steht. Ich rate Ihnen, fahren Sie nie an ein Auswärtsspiel der Nati, welches in Car-Distanz liegt. Wenigstens gab es noch billige Schnäpse für ins Genick.

14.10.09 Schweiz - Israel 0:0
Wenigstens durfte Marco Wölfli das Tor hüten. Und die Entdeckung der Quali, dieser Padalino, zeigte wiedermal sein grosses Kämpferherz. Sonst ein sehr unrühmlicher Abend. Ein Training lang Flanken schlagen wäre sicherlich keine Dummheit. Ich genoss ihn beim Rupelimat zu Hause, mit den guten alten Grünenmatter Boys, oder so. Auf jeden Fall hat man sich qualifiziert für Südafrika, was ja eigentlich eine grosse Freude ist. Obwohl die grossen Momente, wie damals in der Barrage gegen die Türkei, als die Schweizer irgendwie näher zusammenrückten, fehlten. Ob und wie ich die WM verfolge ist unklar. Es kann sein, dass ich morgens beim Melken die Resultate höre, aber auch dass ich vor Ort bin. Oléolé.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Vier Wochen im Wohnwagen

Dreht Hollywood jetzt auch einen Film über mich?

Soundtrack zum besseren Leben III

Immer weiter gehen. Bitte hören Sie zu , und wählen Sie rechts.

Michael Jackson - Thriller
Yves LaRock - Rise up
Fashawn - Life as a shorty
Shantel - Disko Partizani
Kings of Leon - Sex on Fire

und natürlich (letztes mal leider vergessen, diesmal speziell für Käthi, falls sie das überhaupt liest, sonst für hoederer&lunge) Lady Gaga - Love Game

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Exkursionsbericht

Vergangenges verlängertes Wochenende verliess ich die heimischen Gefilde für eine Exkursion über agrarwissenschaftlichen und verwandten Themengebieten.
Der Samstag sollte uns nach Stuttgart führen, wohin uns Fahrer Köbi* sicher brachte. Nach dem Bezug des Quartiers etwas ausserhalb begaben wir uns sogleich nach Wasen, wo wir unsere Studien zum Thema "Paarungsverhalten des Menschen unter Einfluss ethanolhaltiger Substanzen" durchführten. Leider blieb das Laborjournal im Taxi von Vater Ali aus Tunesien liegen, und da wir nicht, wie Andere, Resultate fälschen wollen, bleibts dabei.
Sonntags stand morgens "Verdauungsversuche nach dem Wasen" auf dem Programm. Obwohl das BurgerKingEssen zum zmorgen nicht besonders schmeckte, sind keine Probleme aufgetreten und es scheint, als müsse man sich dazu keine weiteren Gedanken machen. Der Transfer nach Wageningen in Holland verlief ohne Probleme und auf der Überlandfahrt wurde bereits über die interessante holländische Landwirtschaft diskutiert. In Wageningen nahm uns Robert* nach längerer Wohnungssuche mehr oder weniger wohlwollend in seiner Gammelwohnung auf. Beck, der Exkursionsorganisator, hatte vergessen unser Ankommen zu melden. Jedenfalls wurde dann versucht, den Versuch des Vorabends zu wiederholen. Da aber Beck schon wieder geschnuderet hatte, und vergessen hatte, Gegenstücke zur Paarung einzuladen, wurde der Versuch vorzeitig abgebrochen.
Am Montag stand der Besuch verschiedener Betriebe auf dem Programm. Der schlämprige Beck wurde entlassen und Robert* übernahm das Zepter. In aller Hergottsfrühe wurde ein Milchwirtschaftsbetrieb begutachtet, im Verlauf des Tages noch ein Gurkenproduzent (diese, welche Sie allmigs im Migros und im Coop kaufen) und ein Orichdeenproduzent. Vor allem letzterer begeisterte die Teilnehmer der Exkursion. Eine Orichdee steht 3,5 (dreieinhalb !) Jahre im Gewächshaus, bevor Sie sie im Laden kaufen meine Damen und Herren. Sofort fragten wir uns, wieviele Kilometer man mit einem Offroader fahre könnte anstatt eine Orchidee zu kaufen. Und ob die Grünen zu Hause Orchideen haben, und ob wir nicht eine Anti-Orchideen-Initiative lancieren sollten. Nach diesem anstrengenden Programm gingen am Abend alle sofort schlafen. Also sofort nach dem das Entsetzten über die Dominanz Sepps* im Molotov ertrunken wurde.
Am Dienstag dann folgte die sichere Rückfahrt mit Köbi*. Zum Glück mussten wir unsere Orchideen nicht an der Grenze verzollen. Der Handel mit denen scheint nicht ein so schlechtes Geschäft zu sein, und ich überlege mir in dieses Business einzusteigen. Auf jeden Fall, falls die Anti-Orchideen-Inititative nicht zu Stande kommt. Danke.

*Namen geändert.

Mittwoch, 30. September 2009

Soundtrack zum besseren Leben II

Bisher gewählt sind, mit einem Glanzresultat Wilco (wobei bei dieser Wahl der Betrugsverdacht bezüglich einzelner Blogleser und Wilcofans besteht) sowie Janelle "amazing" Monae feat. Outcast.
In der zweiten Runde stehen zur Auswahl:

Flavian - Public places (fast lieber zwar tiny oder wetsands, die gibt es aber online nicht)
Knackeboul - Meister Zeit
Johnny Cash - Further on up the road
Jeff Buckley-Hallelujah
Alias - Unseen Sights

Montag, 28. September 2009

(blau ist die Bruttomarge und lila der Produzentenpreis für Milch zu sehen. Draufklicken für gross) Quelle: Marktberichte Milch, Bundesamt für Landwirtschaft, Bern.

Donnerstag, 24. September 2009

Das isch dr Klimawandu

Stellen Sie sich vor, sie würden gerne etwas gegen den Klimawandel, bzw. für das Klima oder für die Umwelt oder gegen die eigenen Umweltsünden oder wie auch immer tun. Das ist gar nicht so einfach, sage ich Ihnen. Viele Bemühungen, welche man das Jahr hindurch auf sich nimmt, lösen sich beim nächsten Flug in CO2 auf. Oder dann spätestens im Winter, wenn man die 100 qm Wohnfläche heizt. Was der WWF und das GEO dazu sagen, habe ich Ihnen herausgesucht:

WWF, Wirksamkeit sehr hoch
-kocht seltener mit Fleisch, dafür häufiger mit Fantasie (falls sie hierzu noch Motivation brauchen, kann ich noch ein par Schlachthausberichte schreiben. Bin ich einverstanden)
- kauft sparsame Haushaltgeräte von topten.ch
- verreist ohne zu fliegen, fährt Velo und Zug (Grundsätzlich ja, jedoch ist Mobilität für das Klima mal grundsätzlich schlecht)
- kauft sich ein leichtes, effizientes Auto (siehe oben, und Achtung: Wenn sie ein neues Auto kaufen, dass 1l/100km weniger verbraucht müssen sie erst einmal 100'000km fahren um die Klimaverschmutzung der Produktion zu kompensieren)
- hat einen kurzen Arbeitsweg (stimmt, siehe oben)
- schaltet die Klimaanlage aus (meistens meine Meinung, aber ich verstehe Menschen in anderen Erdteilen gut...)
- ersetzt die Ölheizung durch Sonne, Holz ider Wärmepumpe (pöh, tönt vernünftig. Aber isolieren dann nicht vergessen)
- baut und saniert nach Minergie-Standard (voila)
- installiert Sonnenkollektoren

WWF, Wirksamkeit hoch (Auswahl):
- geniesst Bio Lebensmittel (nicht zwangsläufig meine Meinung, je nach Kulturart, und aufpassen mit den Nährstoffen im Boden, weil wir haben dann nicht mehr so viel tierische Dünger, siehe oben. Interessenkonflikt mit der Welternährung heutzutage)
- kauft saisongerechtes Obst und Gemüse aus der Region (wer weiss schon was saisongerecht ist? Denn falls nicht saison ist, bedeutet die lokale Produktion häufig mehr Klimaschaden als importiert)
- kocht mit Deckel (geht auch schneller)

GEO berichtet von einer Studie über eine deutsche Ökovereinigungf. Ernüchternd war, dass die Ökobewussten gleich gut oder schlechter als der durchschnittliche Deutsche abschnitten. Gründe: zu grosse Wohnfläche (Reichtum ist per se schlecht für das Klima und Ferien mit dem Flieger). Beispielsweise arme Rentner, die sind "gut" fürs Klima. GEO nennt vier konkrete, scheinbar nützliche Massnahmen, von denen man drei umsetzen sollte um klimafreundlich zu leben (Kommentare siehe oben):
- gründliche Wärmedämmung der eigenen Immobilie
- 10'000 Euro Investition in erneuerbare Energien. (Trotzdem noch ein Kommentar: Herr Jenny Solartechnik aus Oberburg sagt, dass es nicht möglich ist die ganze Welt mit Windkraft und Solarenergie und so zu bedienen, da die Rohstoffe wie Kupfer fehlen für die Anlagen)
- Umsteigen auf ein Dreiliterauto oder Carsharing
- konsequentes Umstellen des Speiseplans auf Biolebensmittel

Ach Klima, das ist schon hingerfotzig mit dir.

Dienstag, 15. September 2009

Dank

Sehr geehrter Blogleser und Steuerzahler. Ich danke Ihnen herzlich für die Finanzierung meines Studiums der Agrarwissenschaften. Ich habe Sie jährlich 125'866 Sfr. gekostet oder über die drei Jahre rund 380'000Sfr. Dies ist wahrscheinlich mehr, als Sie alle Steuern einbezahlt haben; Aber es lohnt sich. Ich fühle mich nu kompetent genung, die Welt zu retten und das Wohl der grünen Gentechnik in die Welt hinauszutragen. Dann werden Sie nicht mehr von den Bio-Fuzzis belästigt und könen mit gutem gewissen zu Weihnachten ein Erdbeertörtchen verdrücken. Damit Sie auch weiterhin gerne Steuern bezahlen hier noch eine kleine Retrospektive:

Samstag, 12. September 2009

Dasch verruckt

Ich nehme an, Sie kennen dieses Video beziehungsweise den Text über Coop und Migros Kinder. Übrigens nehme ich auch an, dass Sie dieses Video kennen. Hmm, und wohl dieses? Die Janelle ist ziemlich cool. Aber ich wollte nicht ablenken. Denn ich sage euch, in dem Neu Yorck, das ist verruckt, die Leute haben so heiss vor der UBahn und dann so kalt in der UBahn, und trotzdem sind sie so glückläch. Sowieso ist das verruckt, auch in Kalifornien ist es so heiss den ganzen Tag und selbst in der Nacht, und trotzdem sind die Leute da so glückläch. Und die haben Früchte, ganz ohne Geschmack, und trotzdäm sind die so glückläch. Oder die Besucher an einem Baseballmatch, die haben so wenig Unterhaltung, und trotzdem sind die so glückläch. Was allgemein im Ausland noch verruckt isch, ist dass es da überall so wenig von der Schweiz hat, und die sind trotzdem so glückläch. Wobei, eigentlich ist es schon erstaunlich wenn man durch den Aargau fährt, und das einzgie was die haben sind Autobahnen und Nebel, und trotzdem sind die Menschen da so glückläch. Oder dann in Züri usse, da haben die alle so einen grusigen Dialekt, und trotzdem sind die so glückläch. Auch in Züri sind diese Heugümper, und die haben so wenig Zuschauer und gar kein Geld, und trotzdem sind die so glückläch. Verruckt. Ja es isch verruckt, die Bure überchöme aui so weni Gäut für ihri Miuch, u si aui so unglücklech.

Dienstag, 25. August 2009

Amerika

Das grosse Land, halb Wüste, halb Steppe, zieht teilnahms- und endlos an uns vorbei. Hinten am Horizont löst sich alles im nervösen Flimmern der Sonne und der Hitze auf, das Land verschwimmt mit dem blau-dunstigen Himmel. Alles gleicht sich an, und auf den ewigen Geraden geht es im ewig gleichen Rhythmus einem vagen Ziel entgegen - einem Ort, einem Fluss, jenem Berg oder dieser Wegbiegung. Es ist eine Abstraktion des Reisens, eine monotone Parodie dieser Welt – und doch wunderbar! Man verliert den Bezugspunkt, die Relation, fährt und fährt, und bleibt doch scheinbar stehen. In der kargen, eindrücklichen Weite des Westens Amerikas.
Der Sonne entgegen starten wir in den Morgen, folgen der Strasse ins Innere des Landes, hin und wieder kreuzen wir ein Fahrzeug, alle paar Dutzend Meilen passieren wir eine Tankstelle, eine kleine Siedlung, ein sich aufbäumender Hügelzug in der Ferne. Es ist heiss und trocken, und die langen Fahrten machen müde, wir schlafen viel.
Im Auto unterlegt Musik – mal passender, mal in starkem Kontrast – die äusseren Eindrücke. Draussen jedoch ist es ruhig, die Landschaft schweigt, nicht mal der Wind lässt von sich hören, da er in den weiten Ebenen auf wenig Widerstand stösst.
Irgendwann wird gerastet, gegessen, geschwatzt und getrunken. Fahrerwechsel, Benzintanken, Kaffeepause, eine Zigarette in der Mitte des Nichts, die Sonne steht im Zenit.
Gegen Abend wird es kühler, wir machen Halt. Auf dem Zeltplatz draussen, nahe des Canyons, an der Flusskrümmung, am See. Oder im Motel, mit Autostellplatz vor dem Zimmer und vielem genauso, wie man‘s in den Filmen gesehen hat, wie man sich Amerika vorstellt.
Wir trinken ein Bier, plaudern und spielen Karten, sind müde von der langen Reise, zwei-, dreihundert Meilen vielleicht, und gehen früh ins Bett, schlafen tief und haben heute zu viel und doch zu wenig erlebt, um daraus einen Traum stricken zu können.

Sonntag, 9. August 2009

Tscharni Road


Ein Jahr lang habe ich das Projekt Kidswest, eine Gruppe von Kindern mit Immigrationshintergrund, wohnhaft im Quartier Tscharnergut in Bümpliz Nord, die wöchentlich, monatlich unter der Leitung diverser lokaler Künstler in und rund um ihr Wohnquartier Kunst-Interventionen gestaltet, mit der Kamera begleitet. Ziele des Projektes sind, die Kinder ausserhalb der Schule zu kreativer Betätigung zu animieren, eine bessere Integration zu ermöglichen, und die Auseinandersetzung und Interaktion mit dem Umfeld und seinen Bewohnern anzuregen. Zum Teil witzig und frech, zum Teil auch sehr gesucht, unterscheiden sich die durchgeführten Aktionen von Künstler zu Künstler, abhängig von deren Fähigkeit, die Kinder und deren kreative Energie wirklich einzubeziehen und umzusetzen.
Vernissage 20. August 19:00, Öffnungszeiten immer Mo, Di, Do, Fr von 9 bis 12 Uhr und Di, Mi, Do von 14 bis 15 Uhr im Frabina, Laupenstrasse 2, Bern.

Mittwoch, 22. Juli 2009

Mein Lieblingsspielzeug

"Mein Lieblingsspielzeug sind die Kohlenfarben.
Sie zeichnen fast nur schwarz. Ich muss auch nicht so genau zeichnen. Ich kann nicht so gut zeichnen. Es ist mein Lieblingspielzeug weil man nicht gleich zeichnet wie mit den anderen Farben.
Ich zeichne gerne Figuren, die ich kenne.
Ich habe die Farben zu Weihnachten bekommen."
M.R. (3./4. Klasse)

Dienstag, 21. Juli 2009

Tschüss Afrika. Und Danke.

Montag, 20. Juli 2009

Unser täglich Brot


Bern 2009

Samstag, 18. Juli 2009

Aus der Luft gegriffen

"Tag am Meer" ist ein Film, der es wert ist, gesehen zu werden. Nicht nur wenn man mal in Zürich gelebt hat und das eigene Leben beinahe wiederfindet, ein packender Film. Ein mitreissendes Epos.Was ist eigentlich ein Epos? Ist Ilias ein Epos? Möchten Sie auch gerne einmal Don Quijote lesen?
Um einen Roadtrip erfolgreich durchzuführen, braucht es gute Musik. Was für Musik würden Sie mitnehmen?(Ich nehme unter anderem mit: Bruce Springsteen. Auf der Autobahn. Beach House. Züri West. Chrigu Soundtrack. Kings of Leon. Tocotronic.) Gibt es eigentlich dieses Jahr schon einen Sommerhit?
Um eine Wanderung erfolgreich zu bewandern, braucht es gute Schuhe. Tragen Sie Flipflops?
Lebende Legenden sind lebendiger als tote. Sind Legenden gelegte Enten?
Ich habe das Gefühle, dass ich zu wenig Fehler schon gemacht habe und zu viele noch machen muss (aus obigen Film). Wie siehts bei Ihnen aus?


Wasserstandsmeldung: Es regnet seit gestern beinahe ununterbrochen.

Dienstag, 14. Juli 2009


Das ist Dino. Er verbringt momentan seine Zeit auf der Alp Weissenstein am Albula. Normalerweise plegeret er auf der Chamau, im Kanton Zug, herum. Bei Dino handelt es sich um einen sehr friedlichen, gut handzuhabenden Limousin Stier. Trotz seines Alters ist er noch sehr spritzig. Dino hat jede Menge Kinder, vielleicht lag eines auch schon bei Ihnen auf dem Teller.

Sonntag, 12. Juli 2009

eier

y el viejo dijó: Qué pongan más huevo! No los veo poniendo huevo, no pecho ni nada. No tienen, o qué pasó? Andan por todo el mundo y ni saben de done son. Quépongan huevo, o no tienen? Si no vienen que se vayan a la.... Cada uno tiene huevo, y si no quiere tener, que no viva. Sin huevo no se puede caminar, ni cambiar nada, ni respirar libremente ni nada. Vamos a poner huevo, y vamos a ponerlos bien!

Sonntag, 5. Juli 2009

Dächsin mag Biberin



Ich bin eigentlich nicht zuständig für die CD-Tipps. Und da unddachs-Leser in Sachen Musik sowieso mit allen Wassern gewaschen sind, nehme ich an, dass Sie das Album "UND JETZ... was hät das mit mir z tue?" schon längst gekauft haben. (Ja richtig, gekauft, schliesslich soll man junge Schweizer Künstlerinnen unterstützen). Falls trotzdem jemandem unter Ihnen entgangen sein sollte, dass Big Zis alias Franziska Schläpfer nicht nur die coolste Zürcher Rapperin sondern die bemerkenswerteste Schweizer Musikerin der Stunde ist, sind Sie ja nun endlich im Bilde. Das ist selbstverständlich äusserst subjektiv, jawohl. Aber wenn Sie nicht meiner Meinung sind, sind Sie irgendwie doof.

Sie finden alle Clips auf Youtube. Ein besonderer Augenschmaus ist das Video zu "Biberräis", produziert von GRRRR aka Ingo Giezendanner. Übrigens auch sonst ein Hit. Für alle, die akustisch etwas Mühe haben mit dem Züri-Dütsch, gibts hier die Biberreise exklusiv schriftlich. Gewidmet allen Bibern, die sich an einem Stein die Zähne ausbeissen.

Du bisch es gebirge, ich versteckt i dim lee
Wän i stiirbe, i dim graue bèrgsee,
Dän isch en versuech ändlech glunge
Di vergäbene sind verfuecht, sind etlichi hundert
Mit em pathos vomene waalross sehn ich mich zu diir
Verstumme, lan s holz loos, wän ich dich studier
Versuech dich z zoome us de wiiti
Bestiig dini summe a jedem gottggäbene fiirtig
Aber wi au immer nööcher, mir bliibed faal
Es schiint d distanz z sii, wo ois chrèftig maalt
Immer wän i bi diir aachum, verschwindsch uf s maal
Torpediersch min aasturm und alles wird zum taal

Du gaasch eerscht vo wiitem uuf
Und daa gsee di nööd
Ich chum erscht vo wiitem druuf
Und daa gsee di nööd
Du bisch es massiv, nöd unerheblich
Im gägesatz zu dim passiv, ich beweg mich
Biiss uf holz, schaff a de verstrebig
Unternim räise zu diir, wie immer vergäblech
Aber ufgrund vo dem moderne dilemma
Muen ich mir d fraag scho gfalle laa: was söl das?
Us de fèèrni unertrèèglich, aber vo nööch vil schlimmer
Ich säg hoi, du säisch tschau, jedes maal für immer
Ich chum, du gaasch, ich chönt s au äifach grad sii laa
Anstatt dass ich steetig uf s noie draa stiirbe
Besser ich stau de bach, chau ä ascht und rinde
Besser ich find en wèèg, um d seensucht z lindere

Inere andere version wèèr ich nöd biber, du nöd stäi
Nöd so verschide, mer hettet bäidi äinerläi
Läbenserhaltendi organ, de gliich waretsverlauf
Chum, für diich nim ich jedi waret in chauf
Hauptsach du bisch, besser fels als fisch
Besser stäi und gisch nöd di gringschti hoffnig
Innere andere version wèère mer nume symbol
Nume stellverträttend, nume irgend e person
Mer wüürded èèrnschtgnoo, mer wééred legion
Mer hetted e pointe, e moral, wèèred abstraktion
Aber ich bin biber und du blibsch für miich
Dini summe us de entfèèrnig






Freitag, 3. Juli 2009

Swiss English

Obwohl das afrikanische Englisch wie gesagt seine Tücken hat, war ich bis anhin überzeugt, trotzdem einige sprachliche Fortschritte gemacht zu haben. Kürzlich wurde meinem diesbezüglichen Selbstvertrauen jedoch ein herber Schlag versetzt.
Ich wollte Wasser kaufen, ging also in einer dieser afrikanischen Tante-Emma-Läden, die es an jeder Strassenecke gibt: „One bottle of water, please“. „Cold or warm?“ - „Cold“. „But you shouldn‘t drink cold water when you have the flu...“ - „I don‘t have the flu?!“. „Ah, sorry, that is just your accent...“.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Tee und Kekse

Eines Abend machte ich mich auf in den Wald. Auf dem Strässchen am Rande des Dorfes marschierte ich Richtung Westen, hinaus in die Dunkelheit. Alsbald erreichte ich das letzte Haus, lief weiter über ein brachliegendes Feld und gelangte schliesslich zum Waldrand. Es war still, niemand und nichts weit und breit. Mond und Sterne versteckten sich hinter den Wolken, der Himmel war düster. Ich lief, in den Wald hinein, hinunter, tiefer und tiefer ins Geäst. Es war stockdunkel hier. Ich lief schneller, begann zu rennen. Der weiche, feuchte Waldboden dämpfte meine Schritte. Es war eine milde Nacht, bald wurde mir heiss, ich geriet ins Schwitzen. Ich riss mir den Pullover vom Leib, zog die Schuhe aus, dann die Hosen. Ich rannte immer schneller, nackt der Freiheit entgegen, ohne zu sehen, ohne zu wissen, wohin, wieso.

Plötzlich hob ich ab, ich flog, ja beileibe, meine Füsse schwebten über den Laub, über die Wurzeln und Zweige und das Gestrüpp hinweg! Ich flog hinauf, durch die Äste hindurch, hin zum Himmel, weiter und weiter. Es war heller hier oben, und die kühle Bise war mir eine willkommene Erfrischung. Ich sah die Strasse und die Felder, weit hinten das Dorf mit seinen vielen kleinen Lichtern, unter mir all die Bäume, die sich gegen den Nachthimmel streckten.

Der Wald sah in der Dunkelheit aus wie ein kleiner See. Die im Wind tanzenden Äste die Wellen, die kleine Lichtung am östlichen Ende eine Insel. Ich malte mir aus, es würde ein Boot auf dem See fahren, ein Schnellboot mit einem Wasserskifahrer.

Und tatsächlich, rechts am Rand, ja, da war er! In einem gelben Neoprenanzug flitze er übers Wasser, hüpfte geschickt über die Wellen und präsentierte allerlei Kunststücke und Kabriolen. Ich applaudierte, flog weiter. Lange hatte ich mich nach dem Fliegen gesehnt, immer schon wollte ich Vogel sein, die Welt von oben betrachten.

Auf der Insel weiter hinten befand sich ein Haus, ein altes Haus, eines mit grosszügiger Veranda, die mich an Amerika erinnerte. In einer Schaukel sass ein uralter kleiner Mann mit schütterem grauen Haar und Brille. Er las ein dickes Buch. Oder schlief er? Jedenfalls setzte ich mich neben ihn. Wir begannen, gemeinsam zu singen. Über die Welt, über alle Länder, die Meere, unseren See und natürlich über die Insel. Der Grossvater hatte eine kräftige, reine Stimme, die mich in meinem Herzen berührte. Im Haus stand Tee bereit. Tee und Kekse, noch warm vom Ofen. Ich war durch die Fliegerei hungrig geworden, schlug kräftig zu, packte ein wenig Proviant in meine Hosentasche und machte mich neuerlich auf. Der Alte winkte zum Abschied und sagte noch, ich solle bald wiederkommen.

Freitag, 12. Juni 2009

Genie?!

Soeben bin ich im Internet auf Herrn Abdul Karim Bangura aus Sierra Leone gestossen. Ich glaube, er ist ein Supermensch.

Bangura holds a B.A. in International Studies, an M.A. in International Affairs, a Graduate Diploma in the Social Sciences, an M.S. in Linguistics, a Ph.D. in Political Science, a Ph.D. in Development Economics, a Ph.D. in Linguistics, and a Ph.D. in Computer Science.

Bangura is the author and/or editor of 53 books and almost 400 scholarly articles.

Bangura also is fluent in about a dozen African and six European languages, and currently studying Arabic and Hebrew to strengthen his proficiency in them.“