Freitag, 30. Oktober 2009
Heisse Luft
Donnerstag, 29. Oktober 2009
wandern mit dem dachs

"Ds Vreneli glüecklech mache", das war mal so ein Ausspruch unter Agronomen. Nun muss man aber das Vreneli erst finden, und deshalb gehts am Samstag aufs Guggershörnli.
Vorläufiges Programm (kann je nach Wunsch auch angepasst werden):
Start ist um 09.06 ab Bahnhof Bern, die S6 bringt uns nach Köniz und dann gehts weiter mit dem Postauto (Linie nach Riggisberg) bis Rüeggisberg Post. Dann Wanderung über Schwarzenburg und das Guggershörnli, wo wir kurz einen Jauchzer machen werden, nach Guggisberg. Dies sind 17km und 840 Höhenmeter, was rund fünf Stunden dauern wird. Es besteht die Möglichkeit einen Teil der Wanderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Mehr Infos hier. Unterwegs gibt es Picknick, vielleicht auch eine Eiertütschete oder ein Gläsli Wein. In Guggisberg angekommen stehen uns beispielsweise die Türen des Gasthofs Sternen offen. Für nach Hause Guggisberg ab jeweils um .28 über Schwarzenburg zurück nach Bern (Dauer 56'). Das Wetter sollte laut Prognose nicht so schlecht sein und eine schöne Fernsicht ist in Aussicht.
Melden Sie sich in den Kommentaren, oder bei mir oder kommen Sie einfach. Als Vorbereitung lernen Sie bitte den Text von "Vreneli abem Guggisberg".
Samstag, 24. Oktober 2009
Das versteh ich nicht (oder Fragestunde mit Onkel Andi II)
Warum fragt niemand nach dem Preis? Das versteh ich nicht.
Warum katapulieren wir uns nicht öfter mal auf den Mond? Das versteh ich nicht.
Warum geht es in der Betriebswirtschaftslehre der landwirtschaftlichen Berufsbildung nur darum, ab welchen Auflagen man Subventionen bekommt? Das versteh ich nicht.
Warum hat man Angst vor Minaretten? Das versteh ich nicht.
Sind wir wirklich so schwach?
Warum melken die immer wie mehr? Das versteh ich nicht.
Warum schreiben Sie nicht mehr Kommentare? Das versteh ich nicht.
Sind Sie wirklich so faul?
Warum besitzen meine Eltern keinen Bauernhof? Das versteh ich nicht.
Warum handelt BioSuisse nicht im Interesse von Bio? Das versteh ich nicht.
Warum stimmt immer jemand für Lady Gaga? Das versteh ich nicht.
Warum solidarisiert man sich nicht mit den Gartenzwergen? Das versteh ich nicht.
Warum ist der Mensch nicht lernfähig? Das versteh ich nicht.
Warum wartet man auf Briefe, Mails und SMS? Das versteh ich nicht.
Sind wir wirklich so allein?
Warum kümmern wir uns so sehr um Haustiere? Das versteh ich nicht.
Sind wir wirklich so allein?
Warum ist YB so gut? Das versteh ich nicht.
U wär hett Angscht vorem schwarze Maa?
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Soundtrack zum besseren Leben IV
Santigold - L.E.S. Artistes
Polar - Le Brasier (auch wegen dem Video, unbedingt gucken)
CallmeKat - Flower in the night
Kanye West - Love Lockdown
Tim Toupet - Fliegerlied
und nie ohne Lady Gaga - Love Game.
Montag, 19. Oktober 2009
Elfenbeinturm? Nie gehört… (I/II)
Paulus weiterdenken - zur Theologie der deuteropaulinischen Schriften
Prof. Dr. Andreas Dettwiler, Universität Genf
Seawater chemistry and the history of biomineralization in calcareous marine organisms
Dr. Paul Taylor (The Natural History Museum, London)
Vers une musique fleuve? Über einige Tendenzen in der zeitgenössischen deutschen Musik
Prof. Dr. Wolfgang Rathert (München)
Die Vollstreckung der Todesurteile gegen Landesverräter im Zweiten Weltkrieg - und die Rolle der Sanitätsoffiziere
Willy Stoll
Die konservative Geburtshilfe - slippery when wet?
PD Dr. Ulrich Bleul
Aufführung der Ryujin Gruppe aus Okinawa.
Eisai Gruppe Ryujin Okinawa
Drache, Lotos, Schneelöwe - Teppiche vom Dach der Welt
Der Ursprung der Ammonoideen im Licht der Devonischen Nekton-Revolution
PD Dr. Christian Klug
Abort beim Rind - Blauzungenkrankheit what else?
PD Dr. Nicole Borel
Sonntag, 18. Oktober 2009
Die Menschen bleiben zuhause, es ist kein Tag zum Rausgehen, weil man sich der Kälte noch nicht wieder gewohnt ist, noch immer den warmen Sommertagen nachsehnt und die farbige, romantische Herbstlichkeit noch nicht eingekehrt ist.
Drüben an Nachbarshaus sind einige Satellitenempfänger installiert, man sieht fern, es ist ein Fernsehsonntag. Was sich die Leute wohl ansehen? Formel eins und Fussball vielleicht, Nachrichten, einen Film, in dem es um die Liebe geht und um Abenteuer, eine Sonntagnachmittag-Reisereportage oder ein verfilmtes Grimm-Märchen.
Hinter dem Haus fährt das Tramm, hin und wieder ist das dumpfe Rattern zu hören, es bringt die Menschen nachhause, zu Freunden, zur Arbeit, in den Park.
Die Wiese vor dem Haus trägt das für den Frühherbst typische kräftige grün, die Gräser machen letzten Kräfte frei, sie bereiten sich auf den Winter vor.
Vielleicht kommt bald der erste Schnee, denke ich. Alles wäre plötzlich weiss.
Samstag, 17. Oktober 2009
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Mein Südafrika
An jenem Samstag kam ich gerade aus dem Norden Finland nach Helsinki zurück. Nach einer Woche wandern in der Natur und 1000km Autofahren habe ich nicht mehr allzu viele Erinnerungen. Aber ich glaube mein persönlicher Rupelimat hat mich per SMS live aus Israel auf dem laufenden gehalten.
10.09.08 Schweiz - Luxemburg 1:2
Vier Tage später war ich immer noch in Finland, und vor dem Spiel ziemlich traurig nicht in Zürich mit meiner luxemburgischen Mitbewohnerin in meinem dazumaligen "Heimstadion" sein zu können. Ich schaute dann mit den Finnen ihr sensationelles Spiel gegen die Deutschen und wir gingen frohen Mutes nach Hause. Auf dem Nachhauseweg durch die Strassen Helsinkis kamen wir an dieser Kunstinstalation vorbei, wo aus einem Senkloch mitten im Quartier, Flughafenlärm ertönt. Beim konsultieren des Internets bei Jaakko zu Hause konnte ich das Ganze nicht so recht fassen, und war erst mal froh nicht in der Schweiz zu sein.
11.10.08 Schweiz - Lettland 2:1
Irgednwo habe ich das wenig berauschende Spiel geschaut, aber ich weiss ganz ehrlich nicht mehr wo genau das war.
15.10.08 Griechenland - Schweiz 1:2
Und dann kommt Yakin und gibt diesen Zuckerpass auf N'Kufo. Hakan Yakin Fussballgott. Unglaubliche Szenen. Im Nachhinein hätte man nach Griechenland reisen sollen um das Spiel zu schauen, so habe ich irgendwo vor dem Fernseher gegammelt.
28.03.09 Moldova - Schweiz 0:2
In meinem bisherigen Leben hatte ich noch kaum ein Spiel der Schweizer Nationalmannschaft live gesehen. Spontan kommen mir Österreich und China in den Sinn, beides unbedeutende Freundschaftsspiele. Und nun reise ich also nach Moldova, nur um ein Fussballspiel zu schauen. Ich könnte Ihnen jetzt nicht viel über Moldova sagen, es waren ja auch nur zwei Tage Moldova und zwei Tage Rumänien. Aber diese Auswärtsfahrt war ziemlich kultig, vor allem der Nachtzug von Bukarest nach Chisinau und das Hotel Kosmos. Die Schweiz gewinnt in einem unspektakulären Spiel, Othmar grüsst freundlich und Wölfli ist unser Pausenheld.
01.04.09 Schweiz - Moldova 2:0
Selber Gegner, selbes Resultat. Ein Pflichtieg der schweizer Nati in Genf. Langweilig.
05.09.09 Schweiz - Griechenland 2:0
Wie kann man seinen Fangrad messen? Beispielsweise wenn man Flüge so bucht, dass während des Fluges das wichtigste Spiel der Qualifikation ansteht. Vorausschauen ist manchmal schwierig. Auf jeden Fall klappte das ganze doch noch so gut, dass während des Anstehens für den Flugzeugeinstieg ein erstes SMS kam, welches bereits für einige verdutzte Gesichter rundherum sorgte. Und dies, nachdem ich völlig unbegründet und böswillig gedacht hatte, der Rupelimat lasse mich heute im Stich. Dann im Gangway zum Flugzeug kam noch das zweite SMS und mit grosser Freude konnte ich New York verlassen und gen Heimat fliegen.
09.09.09 Lettland - Schweiz 2:2
Während dieses Spiels hatte ich wiedermal so meine Zweifel an den gut verdienden Fussballspieler unseres Landes. Zu Hause litt ich einsam, wie diese Jungs ohne Herz und Einsatz irgendwie ein Unentschieden zwegchnorzten. Die einzige Freude des Abends war das Unentschieden der Griechen; Der Moldauer ist schon ein toller Bursche!
10.10.09 Luxemburg - Schweiz 0:3
Nachdem Spass in Moldau und dem terminlich bedingten fernbleiben von Lettland die zweite Auswärtsfahrt dieser Qualifikation. Diese war jedoch in keiner Weise zu vergleichen mit der ersten. Anstatt ein par verlorenen Seelen waren 5000 Eidgenossen zugegen. Und mindestens dreiviertel von denen wählt bestimmt eine Partei, die rechts von mir steht. Ich rate Ihnen, fahren Sie nie an ein Auswärtsspiel der Nati, welches in Car-Distanz liegt. Wenigstens gab es noch billige Schnäpse für ins Genick.
14.10.09 Schweiz - Israel 0:0
Wenigstens durfte Marco Wölfli das Tor hüten. Und die Entdeckung der Quali, dieser Padalino, zeigte wiedermal sein grosses Kämpferherz. Sonst ein sehr unrühmlicher Abend. Ein Training lang Flanken schlagen wäre sicherlich keine Dummheit. Ich genoss ihn beim Rupelimat zu Hause, mit den guten alten Grünenmatter Boys, oder so. Auf jeden Fall hat man sich qualifiziert für Südafrika, was ja eigentlich eine grosse Freude ist. Obwohl die grossen Momente, wie damals in der Barrage gegen die Türkei, als die Schweizer irgendwie näher zusammenrückten, fehlten. Ob und wie ich die WM verfolge ist unklar. Es kann sein, dass ich morgens beim Melken die Resultate höre, aber auch dass ich vor Ort bin. Oléolé.
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Soundtrack zum besseren Leben III
Michael Jackson - Thriller
Yves LaRock - Rise up
Fashawn - Life as a shorty
Shantel - Disko Partizani
Kings of Leon - Sex on Fire
und natürlich (letztes mal leider vergessen, diesmal speziell für Käthi, falls sie das überhaupt liest, sonst für hoederer&lunge) Lady Gaga - Love Game
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Exkursionsbericht
Der Samstag sollte uns nach Stuttgart führen, wohin uns Fahrer Köbi* sicher brachte. Nach dem Bezug des Quartiers etwas ausserhalb begaben wir uns sogleich nach Wasen, wo wir unsere Studien zum Thema "Paarungsverhalten des Menschen unter Einfluss ethanolhaltiger Substanzen" durchführten. Leider blieb das Laborjournal im Taxi von Vater Ali aus Tunesien liegen, und da wir nicht, wie Andere, Resultate fälschen wollen, bleibts dabei.
Sonntags stand morgens "Verdauungsversuche nach dem Wasen" auf dem Programm. Obwohl das BurgerKingEssen zum zmorgen nicht besonders schmeckte, sind keine Probleme aufgetreten und es scheint, als müsse man sich dazu keine weiteren Gedanken machen. Der Transfer nach Wageningen in Holland verlief ohne Probleme und auf der Überlandfahrt wurde bereits über die interessante holländische Landwirtschaft diskutiert. In Wageningen nahm uns Robert* nach längerer Wohnungssuche mehr oder weniger wohlwollend in seiner Gammelwohnung auf. Beck, der Exkursionsorganisator, hatte vergessen unser Ankommen zu melden. Jedenfalls wurde dann versucht, den Versuch des Vorabends zu wiederholen. Da aber Beck schon wieder geschnuderet hatte, und vergessen hatte, Gegenstücke zur Paarung einzuladen, wurde der Versuch vorzeitig abgebrochen.
Am Montag stand der Besuch verschiedener Betriebe auf dem Programm. Der schlämprige Beck wurde entlassen und Robert* übernahm das Zepter. In aller Hergottsfrühe wurde ein Milchwirtschaftsbetrieb begutachtet, im Verlauf des Tages noch ein Gurkenproduzent (diese, welche Sie allmigs im Migros und im Coop kaufen) und ein Orichdeenproduzent. Vor allem letzterer begeisterte die Teilnehmer der Exkursion. Eine Orichdee steht 3,5 (dreieinhalb !) Jahre im Gewächshaus, bevor Sie sie im Laden kaufen meine Damen und Herren. Sofort fragten wir uns, wieviele Kilometer man mit einem Offroader fahre könnte anstatt eine Orchidee zu kaufen. Und ob die Grünen zu Hause Orchideen haben, und ob wir nicht eine Anti-Orchideen-Initiative lancieren sollten. Nach diesem anstrengenden Programm gingen am Abend alle sofort schlafen. Also sofort nach dem das Entsetzten über die Dominanz Sepps* im Molotov ertrunken wurde.
Am Dienstag dann folgte die sichere Rückfahrt mit Köbi*. Zum Glück mussten wir unsere Orchideen nicht an der Grenze verzollen. Der Handel mit denen scheint nicht ein so schlechtes Geschäft zu sein, und ich überlege mir in dieses Business einzusteigen. Auf jeden Fall, falls die Anti-Orchideen-Inititative nicht zu Stande kommt. Danke.
*Namen geändert.
Mittwoch, 30. September 2009
Soundtrack zum besseren Leben II
In der zweiten Runde stehen zur Auswahl:
Flavian - Public places (fast lieber zwar tiny oder wetsands, die gibt es aber online nicht)
Knackeboul - Meister Zeit
Johnny Cash - Further on up the road
Jeff Buckley-Hallelujah
Alias - Unseen Sights
Montag, 28. September 2009
Donnerstag, 24. September 2009
Das isch dr Klimawandu
WWF, Wirksamkeit sehr hoch
-kocht seltener mit Fleisch, dafür häufiger mit Fantasie (falls sie hierzu noch Motivation brauchen, kann ich noch ein par Schlachthausberichte schreiben. Bin ich einverstanden)
- kauft sparsame Haushaltgeräte von topten.ch
- verreist ohne zu fliegen, fährt Velo und Zug (Grundsätzlich ja, jedoch ist Mobilität für das Klima mal grundsätzlich schlecht)
- kauft sich ein leichtes, effizientes Auto (siehe oben, und Achtung: Wenn sie ein neues Auto kaufen, dass 1l/100km weniger verbraucht müssen sie erst einmal 100'000km fahren um die Klimaverschmutzung der Produktion zu kompensieren)
- hat einen kurzen Arbeitsweg (stimmt, siehe oben)
- schaltet die Klimaanlage aus (meistens meine Meinung, aber ich verstehe Menschen in anderen Erdteilen gut...)
- ersetzt die Ölheizung durch Sonne, Holz ider Wärmepumpe (pöh, tönt vernünftig. Aber isolieren dann nicht vergessen)
- baut und saniert nach Minergie-Standard (voila)
- installiert Sonnenkollektoren
WWF, Wirksamkeit hoch (Auswahl):
- geniesst Bio Lebensmittel (nicht zwangsläufig meine Meinung, je nach Kulturart, und aufpassen mit den Nährstoffen im Boden, weil wir haben dann nicht mehr so viel tierische Dünger, siehe oben. Interessenkonflikt mit der Welternährung heutzutage)
- kauft saisongerechtes Obst und Gemüse aus der Region (wer weiss schon was saisongerecht ist? Denn falls nicht saison ist, bedeutet die lokale Produktion häufig mehr Klimaschaden als importiert)
- kocht mit Deckel (geht auch schneller)
GEO berichtet von einer Studie über eine deutsche Ökovereinigungf. Ernüchternd war, dass die Ökobewussten gleich gut oder schlechter als der durchschnittliche Deutsche abschnitten. Gründe: zu grosse Wohnfläche (Reichtum ist per se schlecht für das Klima und Ferien mit dem Flieger). Beispielsweise arme Rentner, die sind "gut" fürs Klima. GEO nennt vier konkrete, scheinbar nützliche Massnahmen, von denen man drei umsetzen sollte um klimafreundlich zu leben (Kommentare siehe oben):
- gründliche Wärmedämmung der eigenen Immobilie
- 10'000 Euro Investition in erneuerbare Energien. (Trotzdem noch ein Kommentar: Herr Jenny Solartechnik aus Oberburg sagt, dass es nicht möglich ist die ganze Welt mit Windkraft und Solarenergie und so zu bedienen, da die Rohstoffe wie Kupfer fehlen für die Anlagen)
- Umsteigen auf ein Dreiliterauto oder Carsharing
- konsequentes Umstellen des Speiseplans auf Biolebensmittel
Ach Klima, das ist schon hingerfotzig mit dir.
Sonntag, 20. September 2009
Soundtrack zum besseren Leben
The Do - On my shoulders
Noir Desir - Le vent nous portera
Wilco - I'll fight
Paul Kalkbrenner - Gebrünn Gebrünn
Outkast feat. Janelle Monae (!!!amazing janelle!!!) - Call the law
und natürlich Lady Gaga - Love Game
Dienstag, 15. September 2009
Dank


Samstag, 12. September 2009
Dasch verruckt
Dienstag, 25. August 2009
Amerika
Das grosse Land, halb Wüste, halb Steppe, zieht teilnahms- und endlos an uns vorbei. Hinten am Horizont löst sich alles im nervösen Flimmern der Sonne und der Hitze auf, das Land verschwimmt mit dem blau-dunstigen Himmel. Alles gleicht sich an, und auf den ewigen Geraden geht es im ewig gleichen Rhythmus einem vagen Ziel entgegen - einem Ort, einem Fluss, jenem Berg oder dieser Wegbiegung. Es ist eine Abstraktion des Reisens, eine monotone Parodie dieser Welt – und doch wunderbar! Man verliert den Bezugspunkt, die Relation, fährt und fährt, und bleibt doch scheinbar stehen. In der kargen, eindrücklichen Weite des Westens Amerikas.Der Sonne entgegen starten wir in den Morgen, folgen der Strasse ins Innere des Landes, hin und wieder kreuzen wir ein Fahrzeug, alle paar Dutzend Meilen passieren wir eine Tankstelle, eine kleine Siedlung, ein sich aufbäumender Hügelzug in der Ferne. Es ist heiss und trocken, und die langen Fahrten machen müde, wir schlafen viel.
Im Auto unterlegt Musik – mal passender, mal in starkem Kontrast – die äusseren Eindrücke. Draussen jedoch ist es ruhig, die Landschaft schweigt, nicht mal der Wind lässt von sich hören, da er in den weiten Ebenen auf wenig Widerstand stösst.
Irgendwann wird gerastet, gegessen, geschwatzt und getrunken. Fahrerwechsel, Benzintanken, Kaffeepause, eine Zigarette in der Mitte des Nichts, die Sonne steht im Zenit.
Gegen Abend wird es kühler, wir machen Halt. Auf dem Zeltplatz draussen, nahe des Canyons, an der Flusskrümmung, am See. Oder im Motel, mit Autostellplatz vor dem Zimmer und vielem genauso, wie man‘s in den Filmen gesehen hat, wie man sich Amerika vorstellt.
Wir trinken ein Bier, plaudern und spielen Karten, sind müde von der langen Reise, zwei-, dreihundert Meilen vielleicht, und gehen früh ins Bett, schlafen tief und haben heute zu viel und doch zu wenig erlebt, um daraus einen Traum stricken zu können.
Sonntag, 9. August 2009
Tscharni Road

Mittwoch, 22. Juli 2009
Mein Lieblingsspielzeug
Sie zeichnen fast nur schwarz. Ich muss auch nicht so genau zeichnen. Ich kann nicht so gut zeichnen. Es ist mein Lieblingspielzeug weil man nicht gleich zeichnet wie mit den anderen Farben.
Ich zeichne gerne Figuren, die ich kenne.
Ich habe die Farben zu Weihnachten bekommen."
M.R. (3./4. Klasse)
Dienstag, 21. Juli 2009
Montag, 20. Juli 2009
Samstag, 18. Juli 2009
Aus der Luft gegriffen
Um einen Roadtrip erfolgreich durchzuführen, braucht es gute Musik. Was für Musik würden Sie mitnehmen?(Ich nehme unter anderem mit: Bruce Springsteen. Auf der Autobahn. Beach House. Züri West. Chrigu Soundtrack. Kings of Leon. Tocotronic.) Gibt es eigentlich dieses Jahr schon einen Sommerhit?
Um eine Wanderung erfolgreich zu bewandern, braucht es gute Schuhe. Tragen Sie Flipflops?
Lebende Legenden sind lebendiger als tote. Sind Legenden gelegte Enten?
Ich habe das Gefühle, dass ich zu wenig Fehler schon gemacht habe und zu viele noch machen muss (aus obigen Film). Wie siehts bei Ihnen aus?
Wasserstandsmeldung: Es regnet seit gestern beinahe ununterbrochen.
Dienstag, 14. Juli 2009

Das ist Dino. Er verbringt momentan seine Zeit auf der Alp Weissenstein am Albula. Normalerweise plegeret er auf der Chamau, im Kanton Zug, herum. Bei Dino handelt es sich um einen sehr friedlichen, gut handzuhabenden Limousin Stier. Trotz seines Alters ist er noch sehr spritzig. Dino hat jede Menge Kinder, vielleicht lag eines auch schon bei Ihnen auf dem Teller.
Sonntag, 12. Juli 2009
eier
Sonntag, 5. Juli 2009
Dächsin mag Biberin

Freitag, 3. Juli 2009
Swiss English
Ich wollte Wasser kaufen, ging also in einer dieser afrikanischen Tante-Emma-Läden, die es an jeder Strassenecke gibt: „One bottle of water, please“. „Cold or warm?“ - „Cold“. „But you shouldn‘t drink cold water when you have the flu...“ - „I don‘t have the flu?!“. „Ah, sorry, that is just your accent...“.
Mittwoch, 17. Juni 2009
Tee und Kekse
Plötzlich hob ich ab, ich flog, ja beileibe, meine Füsse schwebten über den Laub, über die Wurzeln und Zweige und das Gestrüpp hinweg! Ich flog hinauf, durch die Äste hindurch, hin zum Himmel, weiter und weiter. Es war heller hier oben, und die kühle Bise war mir eine willkommene Erfrischung. Ich sah die Strasse und die Felder, weit hinten das Dorf mit seinen vielen kleinen Lichtern, unter mir all die Bäume, die sich gegen den Nachthimmel streckten.
Der Wald sah in der Dunkelheit aus wie ein kleiner See. Die im Wind tanzenden Äste die Wellen, die kleine Lichtung am östlichen Ende eine Insel. Ich malte mir aus, es würde ein Boot auf dem See fahren, ein Schnellboot mit einem Wasserskifahrer.
Und tatsächlich, rechts am Rand, ja, da war er! In einem gelben Neoprenanzug flitze er übers Wasser, hüpfte geschickt über die Wellen und präsentierte allerlei Kunststücke und Kabriolen. Ich applaudierte, flog weiter. Lange hatte ich mich nach dem Fliegen gesehnt, immer schon wollte ich Vogel sein, die Welt von oben betrachten.
Auf der Insel weiter hinten befand sich ein Haus, ein altes Haus, eines mit grosszügiger Veranda, die mich an Amerika erinnerte. In einer Schaukel sass ein uralter kleiner Mann mit schütterem grauen Haar und Brille. Er las ein dickes Buch. Oder schlief er? Jedenfalls setzte ich mich neben ihn. Wir begannen, gemeinsam zu singen. Über die Welt, über alle Länder, die Meere, unseren See und natürlich über die Insel. Der Grossvater hatte eine kräftige, reine Stimme, die mich in meinem Herzen berührte. Im Haus stand Tee bereit. Tee und Kekse, noch warm vom Ofen. Ich war durch die Fliegerei hungrig geworden, schlug kräftig zu, packte ein wenig Proviant in meine Hosentasche und machte mich neuerlich auf. Der Alte winkte zum Abschied und sagte noch, ich solle bald wiederkommen.
Freitag, 12. Juni 2009
Genie?!
Soeben bin ich im Internet auf Herrn Abdul Karim Bangura aus Sierra Leone gestossen. Ich glaube, er ist ein Supermensch. „Bangura holds a B.A. in International Studies, an M.A. in International Affairs, a Graduate Diploma in the Social Sciences, an M.S. in Linguistics, a Ph.D. in Political Science, a Ph.D. in Development Economics, a Ph.D. in Linguistics, and a Ph.D. in Computer Science.
Bangura is the author and/or editor of 53 books and almost 400 scholarly articles.
Bangura also is fluent in about a dozen African and six European languages, and currently studying Arabic and Hebrew to strengthen his proficiency in them.“
Mittwoch, 10. Juni 2009
Sonntag, 7. Juni 2009
Freitag, 29. Mai 2009
Auferstehung
- Das allgemein verbreitete Gerücht, dass die weiblichen Artgenossinnen mit genügend Alkohol hübscher werden ist leider falsch. Es handet sich dabei um einen grundlegenden Kausalzusammenhang, der falsch interpretiert. Nämlich ist es eigentlich so, dass die Weiblein im Sommer weniger Stoff tragen, dadurch für die Männlein interessanter werden; Diese jedoch im Sommer mehr Bier trinken und deshalb entstand eben das falsche Volksdenken.
- An Studentenpartys hats vor allem Würscht.
- "Jesus sprach zu den Hebräern, passt auf mit dem Aebi Mäher, nehmt lieber den Rapid, da kommt ihr doppelt so wiit"
- Realistische Einschätzungen zur Fussballfan Diskussion in den gewaltgeilen Medien entnehmen Sie bitte diesem Blog und diesem Interview.
Donnerstag, 28. Mai 2009
Das Dazwischen III
Das Dazwischen I / Das Dazwischen II
Weitergehen
Gestern Morgen ist mein Austausch an der Makerere zu Ende gegangen. Die letzte Prüfung hat stattgefunden, das letzte Mal sass ich nach getaner Arbeit mit meinen Mitstudierenden zusammen, trank ein Tee und diskutierte übers Vergangene und Kommende. Die beiden Wochen waren recht intensiv, fanden doch in kurzen Abständen sechs Prüfungen statt. Und ich bin froh, dass es vorbei ist, fühle mich erleichtert, zugleich aber etwas leer, etwas müde, etwas nachdenklich. Das Semester ist rasch vorübergegangen, die vier Monate in Uganda sind buchstäblich an mir vorbeigeflogen. Und doch war diese Zeit an Substanz reicher als alles je zuvor erlebte. Uganda, die Makerere, meine Mitbewohner und Mitstudierenden werden Spuren hinterlassen in mir. Afrika ist mir, trotz all den Unannehmlichkeiten, trotz all der Missstände und Unbegreiflichkeiten, ans Herz gewachsen. Ich werde wiederkommen.
Nun geht es weiter, nach Ruanda am Samstag, zurück dann nach Kampala, wo die meisten meiner neugewonnenen Freunde bereits abgereist sein werden. Ich gehe zur Arbeit, schreibe, bereite mich aufs Englisch-Diplom vor. Ich esse – stets das Gleiche, schaue mir Filme an, besuche Nachbarn, treffe mich zum Billardspielen. Ich lese, trinke hin und wieder ein Nile-Bier und warte auf meinen Besuch. Moni kommt am 17., dann geht's alsbald nach Kenia, ans Meer und zu den Löwen, Giraffen und Elefanten.
Und schliesslich, am 24. Juli genauer, zurück in die Schweiz. Darauf freue ich mich. Auf die Familie, die Freunde, auf die Wälder, die Berge und Emmentaler Hügel. Auf die langen Sommerabende an einem Fluss oder See, aufs Jassen und Schnäuzlen, auf den Rotwein, die tägliche NZZ im Briefkasten, das schnelle Internet, die Waschmaschine, die Möglichkeiten einer modernen Küche. Auf Rivella, kernig-schweizerisches Brot, auf Pizza und Spinat. Ich freue mich auf unsere Sprache, Gespräche in Schweizerdeutsch, auf kulturelles Verständnis und das Leben innerhalb einer Welt von Normen, die man zwar nicht immer begrüsst, aber eben kennt, verstehen und lesen kann.
Es ist gut, nachhause zu gehen. Und es wird gut sein, wieder aufzubrechen.




