Samstag, 9. Mai 2009

Erkenntnisse

aus dem Schlachthof Basel:
-Das Leben der Schweine endet in einer CO2 - Trommel wo Sie während einer Minute und zwanzig Sekunden friedlich einschlafen. Davor gibt es noch ein kurzes Gemögg, aber die Schweine möggen ja sowieso andauernd und man weiss also nicht so genau ob sie dies dem bevorstehenden Tod wegen tun. Wenn sie dann tot und ausgeblutet sind gehen sie noch etwas rutschbähnle und werden alsdann am Förderband aufgehängt und werden feinsäuberlich gemetzget. Einer hat beispielsweise die schöne Aufgabe jeweils die Augen hinauszuschneiden. Ein anderer darf das Schwein in der Mitte hindurch zersägen. Weiter gehts zur Bell wo dann Ihr Filet, Kotelett, Aufschnitt, Salami und ähnliches hergestellt wird; Als Schwein unkennbar natürlich. Es werden sage und schreibe 95% des Schlachtgewichts des Schweins verarbeitet. Sie kennen das ja; Aus den Knochen gibt es Gumibärli für Vegetarier, aus den Enzymen der Darmwand Medikamente für Veganer und so. Allgemein erscheint die Verarbeitung des Söulis etwas humaner als diejenige der Poulets.
- Das Leben der Schweinedärme übrigens ist nicht in Basel zu Ende, jedenfalls vorläufig nicht. Denn sie werden gesäubert, gesalzen und nach China verschifft. Dort nach Grösse sortiert um alsbald wieder in Basel zu landen und dann als Hülle für das Fleisch ihrer älteren Artgenossen zu dienen (also als Schwiinsbratwursthaut). Für Cervelats benützt man wie ihnen bekannt Rinderdärme und für die Wienerli Schafsdärme (aus Afghanistan und Irak vornehmlich).
- Übrigens werden Bioschweine genau gleich geschlachtet wie Prix-Garantie Schweine.
- Und das Blut des Schlachthofes geht in die Kanalisation in Basel, da dort das Abwasser der chemischen Industrie wegen zu wenig Protein für die Kläranlage enthält.
- Also ghet auch das Biosäuliblut in die Kläranalge; der Klärschlamm darf aber nicht zu Düngezwecken verwendet werden. Da hört dann eben der Kreislauf etwas auf Kreislauf zu sein, aber wer will schon Kreisläufe? Da kommt man ja nie weiter.

Keine Kommentare: