Freitag, 6. Februar 2009

Angekommen


Wenn ich abends einen Moment auf meinem kleinen Balkon verweile und die letzten, noch immer kräftigen Sonnenstrahlen geniesse, kommt mir das Ganze hier bisweilen etwas unwirklich vor. Plötzlich also bin ich hier, atme afrikanische Luft und bin realer Teil eines Alltags, den ich mir aus der Ferne nur schwer auszumahlen vermochte. Es ist heiss hier, feucht, recht laut und chaotisch, das afrikanische Leben auf der Strasse setzt einen gewaltigen Kontrast zur winterlichen Stimmung zuhause. Seit drei Tagen wohne ich im Akamwesi-Hostel, meinem neuen Heim, einem recht ansehnlichen Studenten-Wohnkomplex nahe des Campus‘. Mein Zimmer im vierten Stock verfügt über ein Bett, einen kleinen Tisch, einen Schrank und ein eigenes Bad, es lässt sich‘s gut leben hier. Die Uni beginnt nächsten Montag, sodass die ausgedehnten Stadtspaziergänge, die ich in den vergangenen Tagen unternommen habe, vorerst aufs Wochenende verlegt werden und denn bald auch die alltägliche Routine des Studentenlebens einkehren wird. Im Übrigen bin ich nicht der einzige Europäer, der die Idee eines Austausches an der Makerere hatte. Hier im Hostel hab ich bereits Norweger, Deutsche, Österreicher, aber auch einige Koreaner und Chinesen getroffen. Sie bilden zusammen mit den vielen Ugandern, Kenianer, Ruandern, Kongolesen, Liberianer, Sudanesen und Tansanier die bunt durchmischte Gruppe meiner Mitbewohner. Soweit bisher, Weiteres wird bald schon folgen. Ich geh jetzt essen. In der hosteleigenen Kantine gibt’s Bohnen und Reis, für 1300 Shilling, das sind 70 Rappen. E Guete!

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