Mittwoch, 28. Mai 2008

Sticker

Bitte rechts abstimmen (Auf Bild klicken damit gross).

Nr.1

Nr.2


Nr.3


Nr.4

Donnerstag, 22. Mai 2008

Das Meer liegt still vor ihm. Am Strand ist niemand sonst in dieser Nacht. Es ist bedeckt, nur vereinzelt machen die Wolken zwei, drei Sternen Platz, ziehen weiter und verdichten sich. Es herrscht Windstille. Weit draussen zieht ein Schiff vorbei, gemächlich und lautlos verschwindet es am Horizont. Er friert. Weit hinten, an der Strasse, sind Menschen zu hören, fremde, allzu laute Stimmen, die er nicht kennt, nicht kennen will. Er mag den Sand unter seinen Füssen. Und er mag die Stimme des Meeres, sanft wie sie heute ist, gleichmässig den Lauf der Welt erklärend. Das Hin und Her der Wellen, sich in die Unendlichkeit wiederholend, verkündet Demut. Demut und Würde, heut Nacht auch Hoffnung. Langsam steigt nun das Wasser. Zu den Füssen, über Knöchel, Knie und Hüfte hinaus. Alsbald zur Brust, zum Kinn, über Nase, Ohren, weit über ihn hinweg. Er ist nass, nass und glücklich. Es ist sein Meer, heute Nacht nur vielleicht, eine Nacht seines langen Lebens. Er schwimmt, nein schwebt im Wasser, wird Kind und Vogel, Wurm und Fisch. Ein Lächeln im Wind. - Es wird Morgen. Erste Leute spazieren am Strand. Das Meer ist rauher geworden. Die Sonne gibt der Erde ihr Gewand zurück.

Dienstag, 20. Mai 2008

Karriere

In Vorbereitung meiner beruflichen Karriere habe ich mir gedacht, es wäre Zeit fürs erste eigene Büro. Gedacht, getan. Seit neustem kann man mich an der Sonnegstrasse 33 (Institut für Umweltentscheidungen, ehemals Institut für Agrarwirtschaft) im Büro C1 besuchen kommen. Ich mache da Forschung über Farming Systems.

Montag, 19. Mai 2008

Video des Monats Mai

In the open air

Zu unser aller Bedauern spielen Beirut dieses Jahr doch nicht am Openair St. Gallen. Zach Condon liess verlauten:
"It's come time to change some things, reinvent some others, and come back to some point with a fresh perspective and batch of songs."

So gibt sich unsereiner am Samstag 28. Juni mit Beck, Züri West, ein bisschen Prodigy und Deichkind zufrieden. Wer mit will und sich einen Platz in Negras Auto ergattern möchte, melde sich frühzeitig.

Samstag, 17. Mai 2008

Ja was denn?

Was ist Ihnen lieber, keine Zeit haben oder Zeit haben?

Die Antwort ist weniger offensichtlich, als es scheint.

Der Bundesrat

Sie haben gewählt verehrte Leserschaft. Mit einem Glanzresultat von 8 Stimmen geht Piero Esteriore ganz klar als Sieger aus dieser Wahl. Auch Hagi, Vreni Schneider und Göpf Egg können mit ihren Resultaten zufrieden sein. Wir sind sehr erfreut, dass die Konkordanz gewahrt werden konnte und schliessen hier mit den jeweiligen Vorsätzen der Gewählten:

Vreni Schneider:"Endlich werde ich genug verdienen um mir einen Coiffeurbeusch leisten zu können"
Piero Esteriore:"Ich weiss aus meiner Erfahrung gut, wie man mit schwierigen Situationen im Leben umzugehen hat und werde versuchen dies dem Land zugute kommen zu lassen."
Gilbert Gress:"Wenn ich schon keinen Trenerjob bekomme, dann halt Bundesrat."
Gerhard Blocher:"Gangi de Saulade halt sälber ga usmischte!"
Göpf Egg:"Jetzt kommt das Frühjassen ab der zweiten Primar."
Paul Laciga:"Wieso bin ich hier?"
Hagi:"Ich werde versuchen einen Blogbeitrag zu schreiben."

Aus der Grafikabteilung war übrigens zu Vernehmen, dass man Frau Calmy Rey danken möchte für ihren unfemininen Kleiderstil und dem Herrn Leuenberger, dass Gerhards Kopf so gut auf ihn gepasst hat.

Solastafette* - Ein Erlebnisbericht

Vor knapp zwei Stunden habe ich mein Zeitmessgerät abgegeben.

Um viertel vor acht stehe ich in der Wechselzone der Nummern 100 bis 200 bereit. Und das ist gut so, denn es vergeht nicht allzu viel Zeit, bis nach der ersten Dame auch meine Kollegin mit der Nummer 107 einläuft. Auf gehts, 13,25 km und 130 Höhenmeter liegen vor mir. Ich habe noch, wie empfohlen etwas getrunken vor dem Start; Bin mir aber schon nicht mehr so sicher, wie klug das war. Und irgendwie fühle ich mich ein bischen wie ein Hindernis. Die anderen Läufer strömen nur so an mir vorbei (Wobei sie auch die entsprechende Kleidung tragen). Ich erkläre mir dies einerseits mit meiner schnellen Vorläuferin, andererseits hoffe ich auf eine gewisse Konstanz meinerseits und eine Steigerung gegen das Ende. Immer noch ein bischen konstarniert wegen den vielen Überholenden, vergehen die ersten Kilometer wie im Flug. Der schöne Teil der Strecke neigt sich dem Ende zu, der Wald lichtet sich und auch die Sonne hat schon wieder aufgehört zu wärmen. Es folgt Kilometer 6, und dann auch schon 7. Ich höre mich selbst "come on" sagen und bin tatsächlich motiviert und zuversichtlich. Keine weiteren Überholenden mehr und die Beine sind gut. Wieso ich beim Getränkestand einen Schwamm nehme, kann ich nicht sagen. Mir wird etwas kalt. Also schneller laufen, so vergeht es. Nachdem endlich die Teerstrassen und die Stadt übewunden ist kommt Kilometer 10. Die erste Steigung folgt, und da kommt mein Angriff (Ich lief da imer in etwa mit den selben Leuten zusammen, unter anderem mit einer Dame, was mich schon etwas kränkte). Mein Endspurt startet, zusätzlich motiviert durch das Wiedererkennen etlicher Läufer, die mich mal überholt haben, und jetzt meinerseits links stehengelassen werden. Die letzten zwei Kilometer sind Kampf. Noch 200 Hundert Meter. Und in der Wechselzone? Da ist niemand. Mein Bruder ist nicht da. Ich rufe. Nichts ausser ein wenig Aufmerksamkeit verwunderter Läufer. Als ich ihm den Zeitstick übergebe sagt er noch etwas unverständliches wie: Du bist zu früh?! Jedenfalls besser als zu spät denke ich.

*Bei der Solastafette legt ein 14-er Team an einem Tag 116,74 km in der Region Zürich zurück.

Dienstag, 13. Mai 2008

Zitronenpresse

Bitte lesen Sie einmal folgenden Artikel:

Folgender Artikel.

Wenn man bedenkt, dass 20minuten die meistgelesene Zeitung der Schweiz ist. Wenn man bedenkt, dass Adrian Iten ein Mitstudent von mir ist und letzten Donnerstag seine Burschenprüfung in der ALV (Akademische Landwirtschaftsverbindung) hatte, dann kann man sich schon fragen, was Herrn und Frau Schweizer heute als Journalismus verkauft wird.

Freitag, 9. Mai 2008

Camargue

Hier einige Bilder unserer kleinen Auffahrts-Reise in die Camargue.

Montag, 5. Mai 2008

Das Automobil

Nachdem ich in den letzten Tagen, in fröhlicher Gesellschaft von Jean-Baptiste Oganga, einige Kilometer im Automobil abgespult haben, kam natürlich die Frage in uns auf, was für ein eben solches Automobil, wenn nicht der netterweise von der Norsonic Brechbühl AG zur Verfügung gestellte Peugeot 806. wir haben möchten. Hier meine Wahl:


Der Maserati GT hat ein 4.2 Liter großes V8-Triebwerk, das 405 PS leistet und den Spurt von 0 auf 100 km/h deutlich unter fünf Sekunden schafft. Die Höchstgeschwindigkeit ist rund 300 km/h. Soviel zu den Nebensächlichkeiten.
Nun muss man den Maserati schon mit dem Herzen betrachten. Schönheit pur, aber nicht Kitsch. Männlichkeit, aber keine Spur von Arroganz. Wie ein grosses Gemälde, das erst beim zweiten Blick leuchtet. Wie eine Melodie, die nicht beim ersten Mal im Ohr bleibt, dafür dauert. Eine Perle von Automobil, das auch im Innern zu leuchten vermag.
Sollten Sie per Zufall zu Hause einen ebensolchen Maserati stehen haben, komme ich Ihn gerne putzen (und vielleicht zur Waschanlage fahren).

Donnerstag, 1. Mai 2008


Beim Rumstöbern auf dem Estrich habe ich in einer Schachtel alte Briefe und Zeichnungen gefunden. Mein Bruder Geri hat dieses Porträt von mir vor ungefähr 10 Jahren gezeichnet und es lässt sich doch eine gewisse Aehnlichkeit erahnen. Leider hat er die Ohren vergessen.

Dienstag, 22. April 2008

Und der Andy?

Ja der Andy Brechbühl spielt immer noch Fussball. Sie erinnern sich?
Nach 4 Jahren hartem Training, sieht seine Statistik um einiges erfreulicher aus:

Andy Brechbühl
TSI=11 130, 22 Jahre und 32 Tage alt, gut in Form
Seine Erfahrung ist katastrophal und seine Führungsqualitäten sind durchschnittlich.

Kondition: gut Torwart: katastrophal
Spielaufbau: schwach Passspiel: erbärmlich
Flügelspiel: schwach Verteidigung: brillant
Torschuss: durchschnittlich Standards: armselig



Nebst seinem fussballerischern Können schätzt Trainer Michael Brosten an Andy auch seinen guten Charakter. Er gilt als Motivator und hat den Übernamen "Andy-Sozial" erhalten. Als er dann letzten Samstag sein erstes Tor (Patchanka schaltete in der 5. Minute wieder blitzschnell von Abwehr auf Angriff um. Andy Brechbühl schloss den Konter durch die Mitte erfolgreich zum 0 - 1 ab.) und sogar fast noch das Zweite(Mit den Fingerspitzen kam Gordon Albiński noch an den Schuss, den Andy Brechbühl aus halblinker Position abgegeben hatte. ) erzielen konnte, organisierten seine Mitspieler ihm zu Ehren spontan ein kleines Fest. Auch Manager Brächi ist darauf aufmerksam geworden, und hat Andy mit einem lebenslänglichen Vertrag ausgestattet. Der ganze Verein Atletcio Patchanka freut sich ausserordentlich und gratuliert Andy herzlich.

Auch ich möchte Andy herzlich gratulieren, wir bleiben dran!

Montag, 21. April 2008

In dubio Prosecco

Nein, natürlich ist die dachs’sche Demokratie keine Farce, liebe Leser! Daher will ich nun, dem per Umfrage ausgedrückten Volkswille folgend, einen ersten Beitrag über Weinkunde verfassen. Ich muss jedoch gleich vorausschicken, dass ich keinesfalls eine Ahnung von Wein habe und an dieser Stelle viel lieber über die Unabhängigkeitsbewegung in Turkmenistan berichtet hätte, welche im Gegensatz zu den 9 Stimmen, die der Wein erhielt, mit 2 Stimmen geradezu beleidigend niedrig präferiert wurde. Nun gut. Mein Lieblingswein ist der Cabernet Sauvignon. Soweit mir gesagt wurde, sind Weinkenner diesem nicht sehr wohlgesinnt. Eine widerstandsfähige Sorte, die entsprechend überall wächst und immer gleich schmeckt. Immer gleich gut, sag ich. Meine Weinkenntnisse beschränken sich allerdings sowieso nur aufs Denner-unter-fünf-Franken-Preissegment, sodass sich mein Horizont diesbezüglich und in der Hoffnung auf weitere (selbstverständlich vollumfänglich berechtigte Börsen-Boni) durchaus noch erweitern liesse. Von den mir erschwinglichen Denner-Weinen mag ich den Sunbeam Cabernet Sauvignon am liebsten. Diese Entdeckung hab ich meiner Schwester zu verdanken. Da ich als Laie beim Kauf von Wein nämlich meist einfach auf die Ästhetik des Etiketts achte, wär ich bei diesem kalifornischen Tropfen nie auch nur auf die Idee gekommen, ihn denn in mein Körbchen zu legen (siehe Bild). Da nun meine Schwester, Frau Lima, nun aber in Kalifornien wohnt und ich mal auf sie prosten wollte, hielt ich es für angebracht, einen aus der Gegend stammenden Wein auszuwählen. Denner beschreibt den Sunbeam wie folgt: „Purpurrot. Duftet verführerisch nach schwarzen Kirschen und Vanille. Kräftiger Körper mit runden Tanninen. Anhaltende Aromatik“. Hm… Tanninen?!? Im Übrigen kostet er 4.95.

Schliesslich noch zu meiner ersten mehr oder minder ernsthaften Begegnung mit Wein, die auf obigem Bild passend dokumentiert wurde: In Berlin wars, vor drei, vielleicht vier Jahren. Brächi und ich waren wie üblich in dem Alter noch zu dünnhäutig für den kräftigeren Roten, womit wir uns für einen leichten, süffigen Weissen entschieden. Die Wahl fiel schliesslich auf den Domkellerstolz, beschrieben als „Verschnitt verschiedener Weissweinsorten aus der europäischen Union“ - im Tetra-Pak, versteht sich. Meine vage Erinnerung erzählt mir von einigem Spass, der uns dieser Tropfen an jenem Abend bereitete, sodass sich wohl damals am Prenzlauer Berg unser zwar noch nicht ausgereift-routiniertes, aber doch mit Achtung und Freude erfülltes Verhältnis am lustig, müde, nachdenklich stimmenden Traubensaft gebar. „Rasend dünkt mich, wer am Wein nicht Freude hat“, äusserte sich bereits der griechische Dichter Euripides 500 vor Christus entschieden. Und auch Plato wusste, was er am Rebensaft denn hatte: „Der Wein ist ein Geschenk der Götter, sie haben ihn dem Menschen aus Erbarmen gegeben.“ Prost also.

Wenn die Wehmut Einzug hält

Langnau, mein Heimatort, mein Geburtsort, mein Wohnort. Hier lernte ich laufen und feierte meine Geburtstage. Etwa der Sechste. Wegen den Johannisbeeren erinnere ich mich noch daran. Sie schmückten in Form einer Sechs meine Geburtstagstorte.

Langnau, ein Ort voller Geschichten, voller Erinnerungen. Hier habe ich erlebt, gelernt, entdeckt. Unzählige Stunden verbracht auf den Bänken nahe dem Dorf. Stunden voller Hoffnung, Schwermut, Lebensdrang. Stunden der Emotionen und der Emotionslosigkeit.
Stunden, in denen ich die Zeit anzuhalten wünsche, und andere, in denen ich befürchtete, sie würden nie vorüber gehen.
Ich fand Freunde, verlor Freunde. Habe Fehler gemacht, und daraus gelernt. Manchmal.
Hier habe ich meine kindliche Unbeschwertheit genossen und mein jugendlicher Übermut gelebt. Hier wurden Pläne geschmiedet und Schlösser gebaut. Einst aus Sand, später aus Luft.
Langnau, ein Ort mit Geschichten. Jeder Ort birgt Geschichten, nur leider (noch) nicht meine. Aber in zwei Wochen ziehe ich ja ins Monbijou- Quartier.

Sonntag, 20. April 2008

"Köbi du Wurst"

Die aktuelle Einschätzung eines von neunhunderttausendvierhundertzweiundzwanzig scheinbaren Schweizer Fussballexperten und Köbi-Berater.

Hakan sollte spielen. 20 Tore in 30 Spielen sind Argument genug, die Klasse ist ihm nicht abzusprechen, der potentiell noch immer beste Schweizer Fussballer. Hinter ihm Inler, seinerseits eben erst zum besten ausländischen Neuzugang der italienischen Seria A gekürt, ballsicher, zweikampfstark, konstant. Fernandes als gewichtige Option im defensiven Mittelfeld, um je nach Gegner und Spielsituation vom 4-4-2 (resp. 4-3-1-2) auf ein 4-5-1 (resp. 4-4-1-1) umzustellen. Barnetta links. Im Sturm Frei, natürlich. Der Unermüdliche, der Torgarant, der Captain. Neben ihm Streller, der Grosse, technisch oft unterschätzt, bringt dank Kopfballstärke Gefahr bei Standards, verfügt über ein grosses Kämpferherz, einen aussergewöhnlich grossen Aktionsradius. Nkufo als valable Alternative, gerade bei kampfbetonten Spielen, was in der holländischen Liga möglich ist, müsste auch in der Nationalmannschaft möglich sein. Rechts aussen... Lichtsteiner. Spielt bei Lille zwar in der Verteidigung, hat aber offensiv grosse Qualitäten, ist schnell, schlitzohrig, ausdauernd, kämpferisch. Bringt zudem aufgrund seiner Grundausrichtung auch defensive Stabilität, zu der Yakin wie auch Barnetta weniger beitragen werden. Die Verteidigung. Vom sicheren Wert zum Sorgenkind verkommen. Links Magnin, ein international tauglicher, wenn auch nicht immer konstanter und teils undisziplinierter Spieler. Ein Teamplayer jedoch, eine Identifikationsfigur. Zur Mitte. Senderos oder Eggimann. Bitte nicht beide. Zu ähnlich ihre Anlagen, zu gross die Einbussen auf spielerischer Ebene, beide oft zu langsam, zu wenig wendig. Jedoch wichtig aufgrund der Kopfball- und Kampfstärke. Sollte Müller noch genesen, wäre er die gesuchte Ergänzung zu einem der beiden. Djourou mangelt es an Spielpraxis, Grichting hat seine internationale Tauglichkeit noch nicht unter Beweis gestellt, zudem ein ähnlicher Spielertyp wie Senderos und Eggimann. Von Bergen wäre schnell und allenfalls in Betracht zu ziehen. Auch er verfügt jedoch noch kaum über internationales Format. Rechts Behrami, oder Spycher. Behrami verfügt wohl über die besseren Grundanlagen, während Spycher zweifellos sympathischer und mit grösserem Kämpferherz ausgestattet ist. Die aktuelle Form sollte das ausschlaggebende Kriterium sein. Im Tor Benaglio. Einen besseren scheints in der Schweiz (leider?) schlicht nicht zu geben.

Das vorgeschlagen Spielsystem scheint gefährlich, vielleicht allzu offensiv. Fernandes anstelle von Streller mag in gewissen Spielen die vernünftigere Lösung sein. Die aktuellen Entwicklungen zeigen jedoch auf, dass die Ein-Stürmer-Variante häufig wenig effektiv ist, zumal Frei kein schneller, dribbelstarker Stürmer ist, dessen Tore am Ende von grossen Sololäufen stehen. Fernandes gegenüber Yakin zu bevorzugen bürgt ihm und Inler wiederum die Aufgabe der Kreativarbeit auf, durch die sich die beiden weder im Klub noch in der Nati auszuzeichnen vermochten.
Zum Schluss noch mein EM-Gewinnertipp (welcher ziemlich verlässlich ist, da ich bereits vor zwei Jahren den Weltmeister korrekt vorhergesagt hatte: siehe hier): Spanien.
Bild: Köbi und Alice

Montag, 14. April 2008

Wäre ich ein guter Polizist?

Da diese Frage nicht ganz leicht zu beantworten ist, ohne in die Illegalität abzurutschen, habe ich einen anderen Ansatz gewählt. Und zwar habe ich mich gefragt, was denn einen guten Polizisten ausmacht. Der erste Herr zeigte nicht besonders viel Humor, und lies nur gerade ein Foto von hinten zu. Da schien mir der zweite Ordnungshüter dem guten Polizisten schon um einiges näher zu kommen; Mit grosser Freude posierte er fürs Erinnerungsbild. Ich wollte es aber ganz genau wissen, und kann nun mit gutem Gewissen sagen, dass der gute Polizist der dritte Herr ist. Nun wie wir alle wissen:

E guete Polizischt treit ds Schnouzhaar läng,
So geit ihm bestimmt jede Dieb id Fäng.





Ferdinand hat sich aufgemacht Fragen von Fischli und Weiss zu beantworten. Diesmal auf dem YB-Extrazug vergangenen Samstag.

Samstag, 12. April 2008

Wenn sich die Mental Map, Dürrenmatts Konolfingen Karte und Bier in der Metzgerhalle treffen: Ein Versuch die ersten 20 Jahre meines Lebens subjektiv geografisch auf einem Bierdeckel festzuhalten.

In Nizza gibt es:

Ein Meer, das mir zum Bild rausläuft

Vögel, die so schnell fliegen, wie ein Flugzeug

Erleuchtete Plastikmenschen auf einem Podest

Gepunktete Gummistiefel

Die seltsamsten Verzierungen

Donnerstag, 10. April 2008

Wenn aus Urech Lima wird...

Da wacht man eines Tages ganz unverhofft auf und hat plötzlich einen amerikanischen Schwager (Jeff) und eine Schwester, die fortan Lima statt Urech zum Nachnamen heisst und an der kalifornischen Küste wohnt. I like it.

Mittwoch, 9. April 2008

Wurzelt die Gemütlichkeit im Stall?

Nein. Sie wurzelt nicht im Stall. Denn im Stall stinkts. Sie wurzelt viel eher auf der Heubühne.


Ferdinand hat sich aufgemacht Fragen von Fischli und Weiss zu beantworten. Heute hat er sich bei Sarah, Ethnologiestudentin der Uni Zürich, schlau gemacht.

Samstag, 5. April 2008

Au revoir

Ich bin dann fast gegangen, nach Nizza zu den Liegestuhlapathen und Prominenten.
So wünsche allen einen nicht allzuregnerischen April.

Freitag, 4. April 2008

Mental Maps

In der Vorlesung "Internationale Beziehungen II" war kürzlich von so genannten "Mental Maps" die Rede, wobei und Prof. Ruloff als Beispiel die (angebliche) Weltsicht George W. Bushs zeigte (Bild). Folgend nun mein Mental Map der Schweizer Kantone/Regionen; da ich nicht so gut zeichnen kann in geschriebener, assoziativer und spontaner Form.

Aargau: Industriemeile, Ort des letzten Schwingfestes, Demokratiezentrum Uni Zh, Brügglifeld, Heimatort Hallwil. Basel-Land: Moni mit Crew, Waldenburger-Bähnli, Lausen-Beachvolleyball, Baschi, Fuchsfarm, Caspar Baader. Basel-Stadt: Fasnacht, Joggeli, FCB, Medikamente, gruusige Dialekt I, Rhein, Beggeschmutz, Mässeturm, Gigi Oeri, Jean Tinguely, Flughafen mit guten EasyJet-Flügen. App. Ausserrhoden, siehe Innerschweiz. Ap. Innerrhoden, siehe Innerschweiz. Bern: Ds Bärn isches schön. Freiburg: Joseph Deiss, Greyerzer, merkwürdige Uni, Fri-Son, Gottéron hat Bern besiegt. Genf: Monsieur Schmutz, Rousseau, Centre Haut Edutes Int., Uhren, WTO, UNO, IKRK, Tour de France gesehen 2006, sozialdemokratische Hochburg. Glarus, siehe Innerschweiz. Graubünden: Santa Maria, Brigels, Sektion Kuchikäschtli, Nationalpark, schön, Rätoromanisch, Kloster Disentis, Porta Alpina, Schlumpf, Calanda-Bier, Name vom Berg neben Chur, Ems-Chemie. Innerschweiz: Konservativ, katholisch. Von Politologen nicht gemocht wegen Ständemehr, ich kenne die Hauptorte nicht. Auf dem Uri-Wappen ist ein Stier. Wieso? Jura: Weissenstein, Schutten in Delémont, Kalk, alle haben das Gefühl, Jurassier seie Dickköpfig, ich auch. Luzern: Da wohnt Nils, mit vielen anderen Kunstfuzzis, viele Japaner, auch schön, zweimal an einem Openairkino im See gewesen, schöner Bahnhof, einmal Tour de France in einem Altstadtkaffee geschaut.
Neuenburg: Centre Dürrenmatt, Xamax-FCZ 2000 mit Kanga Akale, Zubi, Chaux-de-Fonds, Expo, Buena Vista Social Club hier gesehen, hat eine kleine U-Bahn. Nidwalden, siehe Innerschweiz. Obwalden, siehe Innerschweiz. Schaffhausen: Landschulwoche 8. Klasse, Munot und Rheinfall besucht, Ort der Dachsen heisst, Grenzstation Thayingen, schön, Mario macht Praktikum da. Schwyz, siehe Innerschweiz. St. Gallen: Gutes Openair, verpöhnte Uni, Kloster mit schöner Bibliothek, da studiert Marco, viele Fans im Espenmoos, gruusige Dialekt II, da ist auch das Toggenburg, Simon Ammann und Susi kommen da her. Solothurn: Aare, Antira-Turnier, samstägliche Familienausflüge, Velotour, Tour de Suisse-Prolog gesehen (Sieger: Jalabert), da wohnt Laura, Kofmehl. Tessin: Studienort Schwester, ich verstehe nichts da, kann nicht reden, schöne Berge, schöner See, Fussballlager Tenero, immer wärmer, es gibt schon viele Palmen da, Hermann Hesse hauste hier. Thurgau: Wo zum Teufel liegt Thurgau? Uri, siehe Innerschweiz. Waadt: Schöne Städtchen am Lac Leman, Rock'oz'Arènes, Pontaise (nasal ausgesprochen), gross & reich, Wein, Nestle. Wallis: Schöner Dialekt, die höchsten Berge, z.Bsp. das Matterhorn, Skiferien, Constatin, Fiesch-Maturlager, Lötschberg, Wein, Carmen Fenk. Zug: See und wenig Steuern. Zürich: Nabel der Welt.

Hab ich was vergessen?

Dienstag, 1. April 2008

Agronomen lernen...

...spannende Sachen wie Java-Programmieren. Zum Beispiel dieses kleine Programm zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit, dass von 30 Menschen zwei am gleichen Tag Geburtstag haben.

import java.io.*;
public class Geburi {
public static void main (String[] args) {
int paar, summe;
summe=0;

int [] geb = new int[30];
int [] exp = new int[100];
for (int h=0; h<100;>
paar=0;

for (int i=0; i<30;>
geb[i] = (int)(Math.random() * 365 +1);

}

for (int j=0; j<30;>
for (int k=j+1; k<30;>
if (geb[j]==geb[k]){paar++;
}//if
}
}
System.out.println("Gefundene Paare "+paar);
if (paar>0) {exp[h]=1;}
}//h
for (int l=0; l<100; summe =" summe">
}
System.out.println("Die Wahrscheinlichkeit betraegt " +summe +" %");

} //main
}//class



Dr summer chunt

Samstag, 29. März 2008

Innehalten vor den Toren der Ewigkeit

Wenn man so in der milden Frühlingssonne liegt und in Gedanken wandelnd langsam einschläft, scheint mir jene Sonne langsam aber sicher die äusserste Lederhaut der Menschen zu schmelzen, die schützende Aura aufzulösen und ein bischen zu kitzeln, was da denn noch so alles wäre; Drinnen. Mercier schreibt dazu :" Von tausend Erfahrungen, die wir machen, bringen wir höchstens eine zur Sprache, und auch diese bloss zufällig und ohne die Sorgfalt, die sie verdiente." Weiter schreibt er: "Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?" Jeder ist ein Künstler steht auf einer Postkarte in Ogangas Zimmer geschrieben. Ich mag diesen Spruch, und ich mag auch gerne den Künstler in meinem biederen Nachbar entdecken, ein unerwartetes Wasichmag von einem Kollegen lesen, Antworten auf Fragen bekommen, Fragen auf Fragen über Fragen neben Fragen. Kitzeln. Für alle offen. Kommentarlos oder Kommentarvoll.



Wenn Sie ein Museum führen würden; Was für eines wäre es?


Lesetipp

Mittwoch, 26. März 2008

Sitzung

Hiermit lade ich am Freitag ab 20 Uhr zur Dachsensitzung ein.
Versammlung bei mir zu Hause zum Spagettiessen und Traktandenbesprechung.

Themen: Neuorientierung/Zugänge und Plausch
Abwesende: Tanja Schwarz

Anmeldung oder Abmeldung bitte in Kommentare vermerken

freundliche Grüsse Renate

Geht alles viel zu schnell?



Ferdinand hat sich aufgemacht, um Fragen von Fischli und Weiss zu beantworten.

Dienstag, 25. März 2008

Spenden

In der letzten Umfrage haben ganze 14 Personen Ihren Spendenwillen kundgetan. Leider sind wir nicht käuflich. Doch sicherlich freuen sich alle Dachse über konstruktive Kommentare; ernste und weniger ernste("lieber nid ganz ärnscht gno wärde, aus vom ärnscht gno wärde") Gastbeiträge (die man an andreas_brech(at)hotmail.com senden kann); viele neue Leser und natürlich auch über selbstgebackene Schokoladenkuchen.

Flohmarkt. Zugreifen!

Vieles hat sich angesammelt, das kein Eintrittsticket in die Bananenkiste erhält, aber dennoch nicht im Müll landen soll. Reservationen bitte bei "Kommentar" vermerken. Begründung des Besitzanspruchs erwünscht. Abgabe ab Juni 08.















Florentina. Unterhaltungsfaktor 10+! Bei Knopfdruck singt und tanzt sie, als gäbe es kein morgen.















Werden Sie zum Hingucker jeder Party mit Feuer-Kroki. Und es bleibt garantiert nicht mehr beim "Hast du mal Feuer?"














Für Stromsparer oder perverse M-Budget-Romantiker: auf Sparflamme mit der Migroskerze














Felix der Hase mit Rollbrett und blauem Stirnband auf rotem Ball














Sandra, die Sau.














Der Krogufant. Die düstere Vorahnung der gentechnologischen Entwicklung.














Die heisseste Scheibe des Jahrtausends. Mit unvergesslichen Meisterwerken der Musikgeschichte wie ATC "Around the world (la la la la la), Zlatko und Jürgen "Grosser Bruder", DJ Ötzi "Hey Baby", A*Teens "Super Trouper", Rednex "The spirit of the hawk", und viele mehr.














Zum Anhängen und Liebhaben: Löwe Leopold














Wenn Äschern zum Vergnügen wird: Bob. Da lohnt es sich ein Päckchen mehr zu rauchen.














Spielkarten-Set. Das ultimative Must-have für kiffende Spieler und verspielte Kiffer.














9-teiliges Dekorations-Set in 5 trendigen Farben

Samstag, 22. März 2008

Zu Ostern

Gestern erschien mir der Osterhase. Ein wenig angepisst und von der Zeit gezeichnet erklärte er, dass er nichts mehr mit seinen Eiern anzufangen wisse, dass die Leute ihre Sachen lieber im Laden kaufen würden und dass die Kinder nicht mehr an ihn glaubten.
Ueberfahren würde er bei allem Uebel auch noch ab und zu, aber er sei der Osterhase, somit gäbs nur Scherben statt sterben. Ich redete ihm gut zu, aber musste einsehen, dass er recht hat.
Die traurige Wahrheit ist tatsächlich, dass er für viele von uns ausgedient hat. Wir werden älter, die Wünsche grösser, was kann da ein Osternest noch ausrichten?

Die meisten Menschen mögen keine überraschungen mehr. Gerade deshalb versteckt der flinke Hase morgen doch noch ein Nest. Eines für denjenigen, der es findet, in der Hoffnung ein wenig Freude zu bereiten.

Ein kleiner Tip: Da er sich ab und zu gerne bei den Enten rumtreibt, kann ich mir vortellen, dass es dort irgendwo versteckt sein wird.
Als das Ganze hier am 12. März 2006, vor über zwei Jahren, begann, sass ich in Sumiswald vor der Bitmaschine, träumte vor mich hin oder hörte Musik, in Vorfreude auf den Feierabend jede Minute zählend, wartend, oft mit Blick zurück auf die Monate vor Jahreswechsel, auf die weiten, einsamen, spannenden und lehrreichen Stunden in Osteuropa, Russland, Asien. Merklich fern scheint mir diese Zeit heute, fast so, als wär ich seither ein andrer geworden. Bin ich das? Ich war in der Folge im Balkan, erstmals in Afrika und schliesslich bald schon in Zürich, wo ich anfangs zu kämpfen hatte mit den Schattenseiten des Grossstadtlebens, mit der Schnellebigkeit, der Anonymität, der Unbeständigkeit, gerade im neuen Zuhaus, das keine Konstante, keine Heimat bot. Das Studium dann und der Eintritt in die Welt der Wissenschaftler und Denker, eintauchen ins weite Meer des menschlichen Wissens, das sich mir trotz seiner argen Begrenztheit bald schon als gewaltiges Konstrukt und wertvolles Erbe aufzeigte, mir eine neue Welt eröffnete, mich nachhaltig fasziniert und oft in seinen Bann zieht, mit grösstem Respekt und Achtung vor den exzeptionellen Geistern, die unser Denken und Handeln, unsern Zeitgeist beeinflussen und prägen, oft stärker wohl, als wir uns dessen bewusst sind.

Die vergangenen zwei Jahre waren zudem auch hinsichtlich der Entwicklung, die wohl jeden jungen Mann am Ende seiner Adoleszenz erfasst, interessant und spannend. Nicht nur verändern sich die Bedürfnisse, vielmehr sind es auch die Ziele, die sich wandeln, häufig konkretisieren und manchmal - vielleicht allzu oft - etwas an idealistischem Glanz einbüssen, den sie in den aufreibenden, instabilen Jahren zuvor auf sich trugen. Die Desillusionierung nimmt ihren Lauf, stösst an Grenzen und schlängelt sich sodann fort zwischen einem dezidiert idealistischen Weltbild und Wirkensziel und einem knallharten, allzu unromantischem Realismus. Man wird... vernünftig. Nicht nur in geistiger Hinsicht allerdings, sondern mehr gar nochz in praktischer, wo die langen, berauschten Nächte plötzlich in einem andren Licht erscheinen, wo die Möglichkeiten des Morgens vielleicht wichtiger scheinen als die nächtliche Berauschung der Sinne, die später oft nur als dumpfer, diffuser Gedanke im Hirn haften bleibt. Die Präferenzen verschieben sich, man beginnt, Wein zu trinken und fühlt sich erwachsen. Bin ichs denn auch? Will ichs sein?
Ich war schliesslich im Osten, im Westen, im Süden erneut, die Welt zu sehen wird zur Passion, zum Berufswunsch, zum Verlangen des Durstigen - nicht nur vor Ort, in Büchern auch, in den vielen Berichten und Reportagen, an der Uni, in Zeitung, Magazin, TV, weiter und weiter, um mit jedem Tag ein kleines Stück Welt mehr zu verstehen, Zusammenhänge, Verbindungen und Probleme zu erahnen, und mit dem Äussern auch das Innere zu entdecken, von mir, dir, uns allen. So weit, dass man irgenwann vielleicht ein, zwei Meter Weltenweg pflastern und gestalten kann, der nicht zwar in Erinnerung zu bleiben hat, der uns aber dieses eine Mal die ganze Sache für einen Moment jedoch zu erleichtern vermag.

Nun, ich bin abgeschweift, wollte ich doch über diesen Blog schreiben, über seine Geschichte(n) und den Neubeginn. Seis drum, jetzt bin ich etwas müde, lassts uns also bei einem einfachen Grusswort bewenden: Guten Morgen, Dachse, willkommen zurück.

Montag, 17. März 2008

Aufgewacht!

Zum Aufwachen des Dachses, welcher bald mit neuem Elan und Energie ans Werk gehen wird, möchte ich uns allen etwas nicht länger vorenthalten...

Samstag, 15. März 2008

Der kleine Reim

Der Dachs ist also aufgewacht
Ausgeschlafen wohlbedacht
Zum Frühling da mit neuem Schwung
Danke für die Einladung

gedichtet von Renate