
Nun, Sie kennen die Geschichte, ich landete nicht im Humanacontainer. Ja wie schnell sich das Blatt doch wendet; Schauen Sie selbst, was neulich in Trondheim beobachtet wurde:


Nun, Sie kennen die Geschichte, ich landete nicht im Humanacontainer. Ja wie schnell sich das Blatt doch wendet; Schauen Sie selbst, was neulich in Trondheim beobachtet wurde:

Ausgeträumt-dies heisst es für die ehemals hoffnungsvolle Kuh Sarina aus dem Stalle von Thöni Bärtu in Brienz. Aufgrund ihres schweren Sturzes nahe der Sommerresidenz Rinderbüel sind wohl all ihre Hoffnungen vom grossen Miss Schweiz Titel vorbei. Sarina war die grosse Hoffnung der Familie Thöni, welche ganz betrübt feststellen musste, dass auch operativ für Sarina nichts mehr zu tun ist. So stehen Sarinas Chancen nächsten auf IhremTeller zu landen gut, es sei denn jemand erbarme sich ihrer und rette sie vor dem Schlachthof.

Warum wir reisen? Weil wir leben, Mensch sind und werden, weil wir Kind bleiben möchten, staunend, schweigend dem grossen Schauspiele lauschend, weil wir Heimat verlieren, finden, wiederentdecken wollen, weil wir den steilen, schwierigen Bergweg des Ichs bewandern sollen und müssen, weil das Leben genau hier, genau jetzt stattfindet, weil wir es annehmen, gestalten, erschauen, fühlen, lieben lernen. Und weil die Sehnsucht nach Welt, nach Bruder und Schwester in der Ferne - nach uns - die Flügel öffnet, uns dem wohligen Nest entlockt, uns den Himmel zur Heimat macht. Nun, bis bald, ihr Vögel, Kamerun wartet, ich warte; Let the good times roll...
Es herrscht Krieg, wieder und wieder. Tausende Kilometer entfernt, sitzend, müssig, kann ich doch in diesen Krieg eintauchen, ihn spüren, der Menschen Geschichten lauschen. Das globale Dorf bringt mich jenem näher, der, weit entfernt, im Bunker, vielleicht, auf den nächsten Einschlag wartet, dessen Stimme uns die brutale Unmenschlichkeit des Krieges lehrt.
Manchmal, wenn ich hier weile, halb müssig, halb fleissig, kommt lautlos
Tsanga verbringt den Sommer auf der Alp. Bei den Kühen, in der Natur. Und wahrlich, ein schönes Stück Welt ist sein Zuhaus. Mit einem lieben Gruss hinauf in die Berge und dem Hinweis, dass ob jeder weiten Reise übere Meere und Ozeane das beeindruckend Schöne vor der Haustür nicht vergessen werden darf.

DER ANDERE (Henker) Ihren Leib kann ich nehmen, Herr, der ist der Gewalt verfallen, denn alles, was in Staub zerfällt, ist ihr unterworfen, aber wofür sie gekämpft haben, darüber habe ich keine Macht, denn es gehört nicht dem Staub. Dies ist, was ich, ein Henker, ein verachteter Mensch, von den Unschuldigen lernte, die mein Beil fällte und die sich nicht wehrten: Dass einer in der Stunde seines ungerechten Todes den Stolz und die Angst, ja auch sein Recht ablegt, um zu sterben, wie Kinder sterben, ohne die Welt zu verfluchen, ist ein Sieg, der grösser ist, als je ein Sieg eines Mächtigen war. Am leisen Hinsinken der Demütigen, an ihrem Frieden, der auch mich umschloss wie ein Gebet, an der Ungeheuerlichkeit ihres Sterbens, das jeder Vernunft widersprach, an diesen Dingen, die nichts sind vor der Welt als ein Gelächter, weniger noch, ein Achselzucken, offenbarte sich die Ohnmacht der Ungerechten, das Wesenlose des Todes und die Wirklichkeit des Wahren, über die ich nichts vermag, die keine Scherge ergreift und kein Gefängnis umschliesst, von der ich nichts weiss, als dass sie ist, denn jeder Gewalttätige ist eingeschlossen in das dunkle, fensterlose Verlies seiner selbst. Wäre der Mensch nur Leib, Herr, es wäre einfach für die Mächtigen; sie könnten ihre Reiche erbauen, wie man Mauern baut, Quader an Quader gefügt zu einer Welt aus Stein. Doch wie sie auch bauen, wie riesenhaft nun auch ihre Paläste sind, wie übermächtig auch ihre Mittel, wie kühn ihre Pläne, wie schlau ihre Ränke, in die Leiber der Geschändeten , mit denen sie bauen, in dieses schwache Material ist das Wissen eingesenkt, wie die Welt sein soll, und die Erkenntnis, wie sie ist, die Erinnerung, wozu Gott den Menschen schuf, und der Glaube, dass diese Welt zerbrechen muss, damit sein reich komme, als eine Sprengkraft, mächtiger denn jene der Atome, die den Menschen immer wieder umprägt, ein Sauerteig in seiner trägen Masse, der immer wieder die Zwingburgen der Gewalt sprengt, wie das sanfte Wasser die Felsen auseinanderzwängt und ihre Macht zu Sand zermahlt, der in einer Kinderhand zerrinnt.
DER MANN Binsenwahrheiten! Nichts als Binsenwahrheiten!
DER ANDERE Es geht heute nur um Binsenwahrheiten, Herr.
Aus: "Nächtliches Gespräch mit einem verachteten Menschen", Friedrich Dürrenmatt, 1951




Sophie: Wo bleibst du? Ich habe auf dich gewartet. Ich will in deinem Schatten sitzen, ich will deine Früchte kosten.
Das Nils'sche Qualitätssiegel für einen gratis Download geht diese Woche an das Hip Hop Kollektiv Subtle. Herzliche Gratulation.