Freitag, 10. November 2006

Mittagsstuss

Philosophie? Karl Marx sagte einmal die Philosophen hätten die Welt nur interpretiert, es komme darauf an sie zu verändern.

Doch die Frage der Fragen lautet: Ist es besser in die Höhe zu springen oder in die Weite?
Nun überlegen Sie mal; durch das Leben hasten wie ein Irrer, immer wie weiter, immer wie schneller und dabei das Wesentliche verpassen; Dies kann wohl kaum Ihr ernst sein!?
Man möge sich noch Zeit nehmen, an einem Ort länger verweilen, auch mal den Ausblick von oben geniessen und dann weitergehen. Lieber weniger, dafür intensiv, wie schon PVP zu sagen wusste...ig brönne churz aber intensiv.


Noone is gonna take me alive, time has come to make things right, you and I must fight for our rights, you and I must fight to survive.MUSE

Morgendliches Palaver

Neulich war ich in Sumiswald, beim Zivildienst. Da sassen drei Leute, hörten, was sie hören wollten, schlossen aber meist die Ohren. Da dachte ich: Wenn Menschen keine Menschen wären, wären sie wohl Pflanzen. So unbeweglich. Kriege finden nunmehr ohne mich statt, es melde sich, wer schöne neue Kampfstiefel will. Ansonsten gibt’s in Zürich täglich ein vielfältiges Sinnes- und Geistesmenü, das ich willig verschlinge. Manchmal denk ich mir dabei: Pass auf, dass du dich nicht daran verschluckst, oder es zu stark würzest. Heute Morgen hab ich so beispielsweise als Proband gedient. Eine psychische Untersuchung über Schmerzempfindung. Also: Geld für Schmerz. Dreissig Franken die Stunde, sehr profitabel. Und so lebensnah. Schliesslich bin ich gestern Abend einem Herrn begegnet, der mich fragte: weshalb gibt es keinen Stern, der auch untertags glänzt? Ich dachte: weil sich die Erde dreht, wohl…
Na dann, ich geh nun ins Wallis, mit der WG (Weingemeinschaft). Alles Gute, so oder so. Oder auch so.
Bild: Chatzesee

Donnerstag, 9. November 2006

download der woche

Es wird kalt und dunkel. Zeit um all die tröstend traurigen Musiker wiederzuentdecken. Zum Beispiel Jason Molina. Nach sechs Jahren und acht Studioalben benannte Jason sein Projekt "Songs: Ohia" in "Magnolia Electric Co" um. Mit dem Namen änderte auch die Musik. Weniger Solostücke, mehr Schlagzeug, mehr Energie, mehr Steelgitarren und mehr Backgroundgesang. Auf der letzen Platte funktionierte diese Mischung noch nicht allzu gut zu. Doch mit dem im Semtember erschienenen Album "Fading Trials" hat Jason Molina wieder zu seiner Bestform zurückgefunden. Das zum Download angebotene Lied von ebendieser Platte jedenfalls vermag zu überzeugen.
Rechts Klick (oder ctrl-Klick) auf den Link und "Vernknüpfte Datei laden" wählen. Viel Spass!

Montag, 6. November 2006

Neue Lesedimensionen bei und dachs...


Sehr geehrte und dachs- Leserschaft

Wie Sie der untenstehenden Grafik entnehmen konnten ist und dachs weiterhin führend in der Blog-Branche. Tendenz steigend. In Korrelation mit dem stetig zunehmenden intellektuellen Niveau der Beiträge schiesst auch die und dachs- Besucherzahl unaufhaltsam in die Höhe. Wie Sie eventuell auch schon mit blankem Entsetzen feststellen mussten, ist der Blog zeitweise durch den internationalen Leser-Ansturm so überlastet, dass er nicht mehr geöffnet werden kann und Sie stundenlang in der Warteschlange verharren müssen. Das und dachs-Team musste zudem mit Bedauern feststellen, dass sich unter den Besuchern immer mehr schwarze Schafe einschleichen, deren Interessen nicht den geistig hochstehenden Veröffentlichungen dieser Seite gelten. Der bis zum jetzigen Zeitpunkt freie Zugang zum und dachs-Blog wird zunehmend für beschämende Zwecke missbraucht. Immer wieder ergötzen sich fanatische Stalker an den Fotos der und dachs-Crew und missbrauchen die Bilder für sexuelle Zwecke. Die Fotos werden zu Postern vergrössert und illegal im Internet an die stürmischen Fans verkauft. Eine weitere Problemgruppe stellen pubertierende Jugendliche dar. Denn neuerdings richtet sich der Coolness-Status unter den Heranwachsenden nicht mehr nach Penis-Länge und Minirock-Kürze, sondern nach der Anzahl der täglichen Besuche auf und dachs. Jugendliche, denen es nicht möglich ist den Blog regelmässig jede Stunde zu besuchen, werden von ihren Peers gnadenlos ausgeschlossen und schikaniert.
Zu diesen Missständen möchten wir nicht weiter beitragen. Deshalb haben wir keine Ausgaben gescheut. Wir haben in den letzten Wochen unbemerkt auf allen Personalcomputern weltweit eine Software installiert, die den Beunutzer auf seine und dachs- Tauglichkeit prüft. Weil wir es uns wert sind...
Herzliche Gratulation! Ihr IQ und ihr Body-Mass-Index erlauben Ihnen für die nächste Woche diesen Blog zu besuchen. Jede Woche findet eine neue Selektion statt und nur die besten 10% Prozent der Anwärter werden jeweils zugelassen.
Da nun das Niveau unserer Leser durch das Selektionsverfahren um ein Vielfaches gestiegen ist, bieten wir Ihnen selbstverständlich auch nie da gewesene Lese-Dimensionen. Weil Sie, sehr geehrte Elite-Leserschaft, die beste sind, bieten wir Ihnen auch das beste. Auch dafür hat und dachs keinen Aufwand gescheut und eine hochqualifizierte neue Schreibkraft angeworben, die zukünftig Ihren Lesehunger nur mit den allerfeinsten Delikatessen stillen wird. In einer jahrelangen, kräftezehrenden Ausbildung beim Schreibmeister Christoph Sperisen in den Mauern der Weisheit des Burgdorfer Gymnasiums eignete sich die Rüdtligerin sensationelle Schreibkünste an und kletterte anschliessend bei der weltumspannenden Aemme-Zytig in Rekordzeit die Karriereleiter hoch. Und jetzt schreibt Sie exklusiv für Sie, geehrter und dachs- Leser. Durch diesen neuartigen Lese-Luxus wird die Anzahl der Bewerbungen für einen Besuch des Blogs noch einmal um ein Vielfaches steigen. Strengen Sie sich also an, um auch nächste Woche wieder zu den zugelassenen 10% zu gehören. Denken Sie daran: Ihre beruflichen Perspektiven und Ihr Ansehen in der Gesellschaft steht auf dem Spiel.

Wir hoffen, Sie auch nächste Woche wieder begrüssen zu dürfen. Die neue Mitarbeiterin erwünscht weder Fanbriefe noch getragene Unterwäsche.

Live III

Der Konzertherbst ist da! Und Dachs empfiehlt Ihnen folgende Konzerte:

9.11. Mr. Lif. Fri-Son, Freiburg
14.11. Mando Diao. Tribehouse, Zürich
15.11. Woven Hand (16 Horsepower). Boa, Luzern
16.11. Pussycat Dolls. Hallenstadion, Zürich
24.11. Lambchop. Fri-Son, Freiburg
25.11. Yo La Tengo. Fri-Son, Freiburg
26.11. Kaizers Orchestra. Rote Fabrik, Zürich
29.11. Bob Log III. Zukunft, Zürich
30.11. Two Gallants. Abart, Zürich

1.12. Ty (mit Band!). Dachstock, Bern
5.12. The Roots. Maag Event Hall, Zürich
8.12. Nouvelle Vague. Mascotte, Zürich
10.12. Danielson & Jeffrey Lewis. Bad Bonn, Düdingen

An den meisten Veranstaltungen werden wir persönlich anwesend sein und Sie mit unnötigem Musikwissen belästigen. Bis dann...

Sonntag, 5. November 2006

Polarnacht

Da steh ich und höre, schliesse die Augen und erschliesse mich dieser überufernden Sinnlichkeit, der gewaltigen Kraft, die sich vor mir ausbreitet, in mich übergeht, mich mitnimmt, auf Reisen, um die Welt und weit über sie hinaus. Da steh ich und lausche, längst nicht mehr nur mit Ohr und Ohr, vielmehr mit Herz, mit Seele, erfühle diese innere, ansonsten unbewusste Grenzenlosigkeit, Leichtigkeit, Freiheit. Das rationale Weltkonstrukt stürzt ein, erbricht sich in einem Feuerwerk von tausend Farben, Tönen, Figuren. Ich brenne. Fühle, wie die Berge kleiner werden, das Tal sich erhebt, Berg wird, Aussichtsturm, Wolkenschloss. Es ist ein Blick hinaus, eine kleine Ahnung und Hoffnung dessen, was verborgen liegt, was flüsternd und kaum hörbar zu uns spricht. Nicht festzuhalten, nicht erklärbar.
Ich bin Wind und fliege, überbrücke Zeiten, Welten, Sphären, nehme alles in mir auf, ohne Überlegung, ohne Wertung, bin Teil einer Welt ausser mir, in mir. Es rauscht, berauscht, ist hymnischer Wegleiter zur jenseitigen Psyche, zum ewig Lachenden.
Da, als ich meine Augen öffne – die Welt, einige Farben, einige Töne, Interessantes und Lebenswertes und schliesslich doch: Wüste. Der Glanz jedoch, das Unbezwingbare und Unfassbare des Gesehenen bleibt nunmehr wärmende Erinnerung, erhält sich als vage Kostbarkeit in mir, entschwindet langsam in der Dunkelheit des Verständlichen. Musik ist das Ende der Zeit, und damit der Anfang. Amen.
Gedanken vor dem Schlafengehen, heimgekehrt nach einem Polar-Konzert in Zürich

Samstag, 4. November 2006

Good News Everyone

Trotz all den schönen Blogs die Oganga erwähnt hat, darf man nicht vergessen, welcher der populärste im ganzen Internet ist. Folgende Grafik mit Googletreffern beweist dies unwiederlegbar:

Momentaufnahmen

Es gibt bei dieser Kälte ja wohl nichts naheliegenderes als Bücher zu lesen...

...beethoven...nicht nur zur weihnachtszeit (heinrich böll), das schlimmste kommt noch (charles bukowski), jimmy corrigan (chris ware)

...mare...le petit prince (antoine de saint-exupéry), narziss und goldmund (hermann hesse)

...JP. oganga...die welt im notizbuch (ryszard kapuszinsky), das ende der armut (jeffrey d. sachs), du bist die welt (jiddu krishnamurti)

...tsanga-tsanga...blitzeis (peter stamm), traumnovelle (arthur schnitzler), geschichten, die das leben schreibt (die welt)

...descartes...drei männer im schnee (erich kästner), besuch der alten dame, die physiker (friedrich dürrenmatt)

Donnerstag, 2. November 2006

Wir, ein einig Volk von... Bloggern

In einem Medium, das mehr und mehr zur Mülldeponie verkommt, bieten verschiedenste Blogs weiterhin hochstehende Kultur, geistige Anregung, exklusive Information, gewitzte Kommentare und Bleibendes in einer unbeständigen Zeit. Diese uns bekannten, die genannten Kriterien erfüllenden Plattformen hier aufzulisten erachten wir als brüderlichen Dienst und kulturelle Verpflichtung. Da wären also: Tsanga-Bruder Kong Haakon, im Norweger Exil, seine kleinen und grossen Abenteuer beschreibend -> http://seigmen.blogspot.com - Tsanga-Nachbar Rupeli, der die Ultra-Kultur nach Grünenmatt holte und auch anderweitig allerlei Interessantes zu berichten weiss -> http://rupeli.blogspot.com - Weiter lohnt sich ein regelmässiger Besuch der Memoiren von skywise, einem in westliche Richtung ausgeflogener Vogel -> http://lesparadisartificiels.blogspot.com - Ebenso interessant die Aufzeichungen der rein weiblichen ehemaligen Sperisen-Klasse des Gymnasiums Burgdorf, auch den Kommentaren sei Beachtung zu schenken -> http://froueklass.blogspot.com - Bleibt eine alte Klassenkameradin, ebenfalls weit weg, unterwegs, vom Gesehenen berichtend -> http://juliett01.blogspot.com.
Die Liste kann gerne ergänzt werden.

Mittwoch, 1. November 2006

Mein Tag

Heute hab ich das Haus erst verlassen, als es dunkel wurde. Es war kalt draussen. Ich ging spazieren und mir war kalt. Ja das stimmt, ich hätte früher gehen können. Eine Langschläferin? Nein nein, ich hatte zu tun. Nicht dass ich eifrig bin. Eher selten. Aber heute hatte ich ein Ziel zu erreichen. Ich musste auf die Zähne beissen, teilweise fast in die Tastatur und manchmal hab ich beinahe überbissen. Aber es war gut. Ein Ziel zu haben meine ich.
Nun ja, nicht dass ich stolz wäre, schliesslich habe ich den Himmel nur dunkelblau gesehen, kurz darauf war er schon schwarz. Schade, morgen werde ich es anders machen. Aber heute hatte ich ja das Ziel. Und wie war dein Tag?

Wolkenlos

Auch Wolken gibts hier nicht, Tag und Nacht können wir der Unendlichkeit zuwinken. Zürich expandiert die Wolkenlosigkeit, das ewige Schönwetter. Ja, die klare Sicht eben... Ansonsten wird die dazugehörige Portion Ernüchterung natürlich mitgeliefert.
Zum Dessert gibts einen Brandy - als Wolkenersatz. Bon appétit!

Sternenlos

In dieser Stadt sieht man keine Sterne, was nachts am Himmel glitzert ist höchstens Geld.
Oder war das da neulich trotzdem ein Stern?

Sonntag, 29. Oktober 2006

Sonntag-Regentag-Musiktag

on our stereos...

...tinu aka. mare...the decemberists (picaresque), muse (black holes and revelations)

...beethoven...yo la tengo (i'm not afraid of you and i will beat your ass), dead brothers (wunderkammer), TV on the radio (return to the cookie mountain)

...JP. Oganga...madrugada (industrial silence), bruce springsteen (nebraska), the national (alligator)

...tsanga-tsanga...archive (lights), the roots (game theory), pearl jam (riot act)

Mittwoch, 25. Oktober 2006

Momentaufnahme

Die neue Serie. Einfach besser leben, wie ein Dachs. Folgende Städt sind die momentanen unddachs-Favoriten...
...JP. Oganga...Zürich, Ulaan Bataar, Berlin
...Beethoven...Yaounde, Brigels, Kiruna
...Mare...Paris, Neuenburg
...Tsanga-Tsanga...Kairo, Trondheim, Zürich
Sie wollen auch gerne wiedermal in Gedanken in die Ferien oder Ferien in Gedanken erneut erleben? Kein Problem. Es gibt Kommentare.

Freitag, 20. Oktober 2006

Brigels - Brücke in die Zukunft



Grosses geschieht, wenn Mensch und Berg sich treffen.
William Blake (1757 - 1827)

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Bekenntnisse


Was ich mag: Den Duft eines nahenden Regenschauers. Die Freude eines Hundes. Portwein. Schöne Frauen. Das lautlose Knirschen von tiefen Pulverschnee.Spaziergänge über vermeintlich zugefrorene Seen. Das Rauschen in den Bäumen während eines Sturmes.Die Dunkelheit und damit einhergehende Illusiuonen. Die Freude jemandem geholfen zu haben. Lange schlafen. Die Dämmerung.Drei Männer im Schnee.

Was ich nicht mag: Frauen die freiwillig in die Armee gehen.Menschen die sich selbst zu wichtig nehmen.6 unserer 7 Bundesräte. Schlecht gedrehte Zigaretten.Ausländerfeindlichkeit. Alte Omas und Opas beim Autofahren.Störende Mauern beim Motorradfahren. Störende Grunzgeräusche während eines Filmes.Besoffene Frauen. Patrioten.

Samstag, 14. Oktober 2006

unddachs macht ferien


Sehr geehrte Damen und Herren, für vier Tagen verzieht sich das gesamte unddachs-redaktorenteam in die Berge. Nach der anstrengenden Blogarbeit seien auch uns einmal Ferien vergönnt. Also verpassen Sie auf keinen Fall den folgenden Donnerstag, der Tag an dem die gesamte bombastische Kreativität von fünf Menschen, mit bündner Bergluft gewürzt, sich auf unddachs offenbart; denn Selbstverständlich werden wir auch in unseren Ferien, nebst dem üblichen, an die Leserschaft denken.

Donnerstag, 12. Oktober 2006

download der woche

Schon seit zwanzig Jahren sind Yo La Tengo nun unterwegs. Trotzdem tönt das neue Album "I'm not afraid of you and I will beat your ass" wieder frisch und unverbraucht. Doch entscheiden sie selbst:
Rechts Klick (oder ctrl-Klick) auf den Link und "Vernknüpfte Datei laden" wählen. Viel Spass!

Samstag, 7. Oktober 2006

Züri West

Wir werden älter, erwachsener, unwissender, faltiger, langsamer, ergiebiger und bärtiger. Also wandern wir nun weiter, ziehen um, fliegen aus, in den Osten und in den Westen. Die Heimat jedoch bleibt ein Zuhaus, neunzehn Jahre Burgdorf hinterlassen Spuren. Nicht zu vergessen sind demnach auch die allzu offensichtlichen, gänzlich objektiven Vorteile Burgdorfs, die bereits Goethe zu einiger Schwärmerei veranlassten. Doch sehen Sie selbst:

[Vierter:] Nach Burgdorf kommt herauf, gewiss dort findet ihr
Die schönsten Mädchen und das beste Bier,
Und Händel von der ersten Sorte.
Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, aus dem Dialog „Vor dem Tor“, 1790

Freitag, 6. Oktober 2006

La Corse

"Es lebte ein alter Mann in den Bergen Korsikas. Jeden Tag ging er mit seinem Esel, der sich in den Schatten der Bäume legte, an die Landstrasse und setzte sich hinter seine Kiste. "Zu verkaufen" stand dort geschrieben. Und manchmal hielt ein Wagen, und die Ausgestiegenen fragten den alten Mann was er denn verkaufe; "Nichts", antwortete Dieser jeweils.
Eines Tages sass der alte Mann nicht mehr an der Strasse. Die Wagen fuhren von nun an vorbei; Es gab ja auch nichts zu kaufen."

In Gedenken an Douglas Coupland, Generation-X. Danke.

Longue Longue

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Der fragende Max

Wenn Sie sich beiläufig vorstellen, Sie wären nicht geboren worden: beunruhigt Sie diese Vorstellung? / Was erhoffen Sie sich von Reisen? / Entsteht Humor nur aus Resignation? / Haben Sie einmal eine Banknote mit dem Porträt eines grossen Dichters oder eines grossen Feldherrn, dessen Würde von Hand zu Hand geht, angezündet mit einem Feuerzeug und sich angesichts der Asche gefragt, wo jetzt der verbürgte Wert bleibt? / Gibt es Feinde, die Sie insgeheim zu Freunden machen möchten, um sie müheloser verehren zu können? / Halten Sie die Natur für einen Freund? / Kann Hass eine Hoffnung erzeugen? / Hat Heimat für Sie eine Flagge? / Erleben Sie einen Hund als Eigentum? / Wie stellen Sie sich Armut vor? / Haben Sie Freunde unter den Toten? / Gesetzt den Fall, Sie glauben an einen Gott: kennen Sie ein Anzeichen dafür, dass er Humor hat? / Wieso weinen die Sterbenden nie? / Was fehlt Ihnen zum Glück?

Max Frisch, Fragebogen, 1992

Dienstag, 3. Oktober 2006

So let's dance the rain away.


Ich habe zwanzig Jahre mit mir verbracht. So auch Simon B. und Fabio F. Deshalb kommt alle auf ein Bier in den Schmidechäuer am Samstag dem 7.10. gegen 21 Uhr.

Montag, 25. September 2006

Nostalgie

Sie erinnern sich, als es das letzte Mal Nostalgie hiess? Vor rund 9 Monaten begann das unddachsische Bloggerleben, ursprünglich gedacht um Berichte von meinem (Her tsanga-tsanga) Abenteuer in Norwegen und Mozambique zu berichten. Damals sah das etwa so aus:

Nun, Sie kennen die Geschichte, ich landete nicht im Humanacontainer. Ja wie schnell sich das Blatt doch wendet; Schauen Sie selbst, was neulich in Trondheim beobachtet wurde:


Sonntag, 24. September 2006

der atlantik


und dachs sieht das meer

Mittwoch, 20. September 2006

Transcamerounais

Es ist das strahlende Kind mit den glaenzenden Augen; das Motorrad ohne Licht auf den Strassen des Nordens; das unersaettliche Kleinkind an der Brust seiner Mutter; dieser bettelnde Mann auf dem rauhen Asphalt; der Anblick der Natur in ihrer unerschoepflichen Vielfalt; es ist das wohltuende Gefuehl in der Kehle beim Genuss von frischem Wasser.
Es ist die Welt. Es ist der Mensch. Es ist das Leben.
Es ist Erleben.

Bilderreise


Schön, dass Bilder und Erinnerungen nicht vergehen, sich tief in unser Herz prägen, sich ins Innere übertragen, uns einer stillen inneren Melodie gleich täglich ein wenig lächeln lassen - auch und gerade hier, in dieser ersten Welt, in der wir Sieger so verloren dreinblicken.

Was Peter weiss...

"Der Professor sagt, du bist wie eine Fata Morgana. Er sagt, man sieht ein schönes Bild und stürtzt darauf zu, aber dann verschwindet es, und man wird es nie, nie wiedersehen. Und dann verliebt auch sie sich in ihn, und küsst ihn auf den Mund. Nur einmal. Aber der Pater - das ist ein Onkel von ihr - der sagt, wenn man merkt, dass man glücklich ist, ist das Glück schon vorbei. Und am Schluss heiratet sie doch den Kronprinz. Und der Professor geht weg. Weil er sagt, du bist wie ein Schwan. Immer auf dem See, majestätisch und ruhig. Doch das Ufer wirst du nie betreten. Weil ein Schwan, wenn er ans Ufer geht, wie eine dumme Gans aussieht. Ein Vogel sein und niemals fliegen, sagt er, von einem Lied träumen, aber es niemals singen dürfen."

Peter Stamm ist ein Schweizer Autor. Der publizierte Ausschnitt stammt aus dem Buch Blitzeis, einem Geschichtenband. Herr Stamm lebt immer noch auf der Erde.

Dienstag, 19. September 2006

1000

Herzlichen Dank, Lesertum des unddachs Blogs. Seit wir mit unseren peinlichst genau geführten Erhebungen begonnen haben, seit wir begonnen haben jeden von Ihnen in unserer Datenbank aufzuzeichnen und nun eine Studie über das Leseverhalten von Bloglesern in unterschiedlichem Alter herausgeben werden, seit dann, sehr verehrtes Lesertum haben 2000 Augen unsere Beiträge durchforscht. Die Augen Nr. 1999 und Nr. 2000 gehören laut unseren Berechnungen der ein und selben Person, welche gestern Abend um genau 22:55:07 die unddachs Seite gewählt hat, einen Netscape Navigator auf einem Macintosh benutzt, und zwar mit einer Bildschirmauflösung von sage und schreibe 1024x768.
Kommt Ihnen dies bekannt vor? Sollten Sie so gütig sein uns Ihre Adresse mitzuteilen schicken wir Ihnen gerne das Jubiläumsgeschenk.

Einen schönen Tag allerseits.

Samstag, 16. September 2006

Ausgeträumt

Ausgeträumt-dies heisst es für die ehemals hoffnungsvolle Kuh Sarina aus dem Stalle von Thöni Bärtu in Brienz. Aufgrund ihres schweren Sturzes nahe der Sommerresidenz Rinderbüel sind wohl all ihre Hoffnungen vom grossen Miss Schweiz Titel vorbei. Sarina war die grosse Hoffnung der Familie Thöni, welche ganz betrübt feststellen musste, dass auch operativ für Sarina nichts mehr zu tun ist. So stehen Sarinas Chancen nächsten auf IhremTeller zu landen gut, es sei denn jemand erbarme sich ihrer und rette sie vor dem Schlachthof.
Liebes unddachs-Lesertum, spenden Sie jetzt damit wir Sarina kaufen können; denken Sie daran wenn Sie das nächste Mal die sterilen Packungen in der Fleischauslage sehen; Ob da wohl Sarina drin liegt?

Postkonto: 30-586463-1 Betreff: Ein Leben für Sarina

Dienstag, 12. September 2006

Montag, 11. September 2006

Eigenes Auto?

Guten Tag Herr und Frau Blogleser,
ich ahne schon wie Ihnen geschieht. Sie haben Familie und Haus, doch fehlt Ihnen das Auto? Sie möchten in die Ferien fahren, doch aus Angst vor Diebstahl wagen Sie nicht Ihr neues Auto mitzunehmen? Nach dem Augustkälteeinbruch haben Sie bereits die Winterreifen auf Ihrem Auto montiert, und im September wieder auf Sommerreifen gewechslet und nun haben Sie genug vom Reifenwechseln? Jegliche Elektronik in einem Auto macht Sie krank?

Für Sie alle hat unddachs DAS Angebot, ein Schnäppchen, eine einmalige Chance und dies selbstverständlich nur hier: Einen Land Rover 88 Serie III, in beiger Farbe aus dem Jahre 1983. Zeichnet sich durch die typischen Land Rover Eigenschaften wie Fahrvergnügen (Traktorfeeling inklusive), Robustheit (jahrelange Planalperfahrung) und Bequemlichkeit (7 Plätze und ein Gepäckträger) aus.
Greifen Sie jetzt zu, für lausige 2500.- Franken gehört er Ihnen, der Land Rover 88 Serie III. Aber schauen sie selbst:




Sonntag, 10. September 2006

hans

Hans im Glück ist tot; Die Menschheit hat ihn umgebracht.
Der Tag ist vorbei, es bleibt uns die Nacht.
Doch solange der Mond ein Planet zu bleiben bleibt,
solange die Sonne zu scheinen scheint,
will ich mit euch mitgehn,
nicht untergehn, nicht danebenstehn,
darüberstehn, nicht zusehn,
mitdrehn, mitdrehn....

auf dem nach Hauseweg, 9.9.06, ferdinand gerhard zu RJD2

Montag, 4. September 2006

Live II

Mit den Bäumen wird im Herbst jeweilen auch das Konzertprogramm bunter, deshalb hat sich unddachs die Mühe gemacht und Rosinen gepickt.
Für weitere Daten und Mitfahrgelegenheiten kontaktieren Sie bitte die Kommentare.

15.9. Element of Crime. Fri-son, Fribourg
27.9. Jan Delay. Schüür, Luzern
30.9. Slangnacht. Rote Fabrik, Zürich

7.10. Blackmail. Schüür, Luzern
16.10. Rahzel. X-tra, Zürich
18.10. Snowpatrol. Rohstoffager, Zürich
20.10. KuttiMC. Bad Bonn, Düdingen
20.10. Jurassic 5. X-tra, Zürich
26.10. Kaizers Orchestra. Rote Fabrik, Zürich
28.10. Dilated People. Rote Fabrik, Zürich
31.10. Archive. X-tra, Zürich

Vorschau November:
4.11. Polar im Moods, 25.11. Yo la tengo im fri-son und 30.11. Two Gallants im Abart.
Es wurde bei mehreren Konzerten jeweils nur ein Konzert ausgewählt, und zwar das im symbiosenvergleich beste.

Sonntag, 3. September 2006

realitäten

Realitäten der Alp...

...Seriösität: wenn der Albi erzählt, dass er von Juni bis September anstatt in der Schule auf der Alp war.

...Musikalität: "Patent Ochsner isch Haschmusig"

...Genialität: Tassen mit einem vermeindlichen Spalt werden, um halbe Sachen zu umgehen, vorsichtshalber mal auf dem Boden zerschlagen; von Albi.

...Absurdität: Bio Bauern verdienen häufig zu wenig um selbst Bioprodukte kaufen zu können.

...Kollegialität: Einer wollte keinen Schnaps trinken, da wurde er ihm ins Gesicht geschüttet, "Stinken musst du trotzdem!"

...Sterilität: wenn Planälpler miteinander sprechen, Einer leiser als der Andere und falls möglich die Augen zu Boden gerichtet.

...Stabilität: Schnuderdölf auf dem Motorrad, Schnuderdölf? Ist derjenige Planalper der es fertigbrachte zweimal die gleiche Frau zu heiraten und dabei 1000.- Franken verdiente, oder seinem Sohn die Freundin ausspannte mit welcher er immernoch verkehrt, wenn nicht gerade der "Moudi" bei ihr ist.

denn täten müssen taten folgen. tsangatsanga ist wieder zu Hause. Käse kann bestellt werden.